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Dienstag, 2. Oktober 2012

Bighead


  • Originaltitel: The Bighead
  • Broschiert: 352 Seiten
  • Verlag: Festa Verlag (15. August 2012)
  • ISBN-10: 3865521614
  • ISBN-13: 978-3865521613


Inhalt:
Wer oder was ist Bighead? Warum wird er so genannt?
Bighead ist ein Mann, der nicht wie jeder gewöhnliche Mensch aussieht und sich verhält. Er hat einen Kopf, der so groß ist wie eine Melone, hat eng aneinander liegende Augen, die so groß sind wie Eier, und große Reißzähne. Sein Leben lang wurde er von der Zivilisation ausgegrenzt. Sein Großvater zog ihn groß und lehrte ihn, die Menschen zu hassen. Als dieser stirbt, zieht Bighead durch die "böse" Welt...

Jerrica und Charity könnten nicht verschiedener sein als sie es schon sind. Jerrica, makellos und wunderschön, wird von den Männern begehrt, doch ihre Schwäche zu anderen Männern hindert sie daran, eine Beziehung stand zu halten. Charity dagegen hat so viel Pech, was Männer betrifft. Kein Mann meldet sich nach dem ersten Date. Die beiden Frauen lernen sich durch eine Zeitungsanzeige kennen. So fahren sie zusammen aus unterschiedlichen Gründen in Charitys Heimatstadt.

Balls und Dicky sind zwei abenteuerlustige Männer, die mit ihrem Auto durch die Gegend ziehen und Männer missbrauchen und anschließend töten.

Kritik:
Ich habe noch kein Werk von Edward Lee gelesen, das muss vorab gesagt werden. Ich lese Thriller jeder Art, doch sowas obszönes habe ich zuvor nicht in der Hand gehabt. Wie kam der Autor zu so einer Story. Mit so ekelhaften Charakteren, deren schlimmsten Fantasien sie zur Tat umsetzten. Manchmal spielten deren Fantasien so weit mit ihnen, dass ich das Buch weglegen musste.

Den Schreibstil hätte man nicht besser machen können. Jede Person hat seine eigene Art zu reden und das ist dem Autor sehr gut gelungen. Die beiden Frauen sprachen in unserer gewöhnlichen Sprache, doch die beiden Männer verschluckten Wörter und Bighead konnte gar nicht richtig sprechen. Mir fiel auch auf, dass er den Leser immer mit "Sir" ansprach.

Das Buch wird aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben. Also die oben genannten Protagonisten. Im Mittelpunkt steht ja Bighead, der Angst und Schrecken unter dem Volk verbreitet.

Für die Zukunft werde ich mir auf jeden Fall mehr Bücher von Edward Lee vornehmen. Denn dieses Buch konnte mich sehr überzeugen. Es war spannend, brutal, pervers und aufregend geschrieben. Man muss aber sagen, dass es seinen eigenen Hauch von Spannung besitzt.

Nun zum Cover: Ich muss zugeben, dass das deutsche Cover viel viel besser und anschaulicher aussieht. Es lockt den Leser direkt zum Lesen an. Der festa-Verlag ist für seine unheimlichen und schaurigen Cover, die sich auf den Inhalt beziehen, bekannt.

Fazit:
Auch wenn ich das Buch immer nach 10 Seiten bei Seite legen musste, um dass zu verdauen, was gerade passierte, hatte es mich in den Bann gerissen. Jedes Mal wollte ich wissen, was als nächstes auf mich zukommt. Ich kann das jedem Fan vom festa-Verlag empfehlen. Leser mit schwachen Nerven sollten lieber die Finger davon halten. Man sollte nämlich vorher wissen, auf was man sich da einlässt. Es handelt sich nicht um einen gewöhnlichen Thriller.

Der Autor:
Edward Lee (geboren 1957 in Washington, D.C.). Nach Stationen in der U.S. Army und als Polizist konzentrierte er sich lange Jahre darauf, vom Schreiben leben zu können. Während dieser Zeit arbeitete er als Nachtwächter im Sicherheitsdienst. 1997 konnte er seinen Traum endlich verwirklichen. Er lebt heute in Florida.
Edward Lee hat mehr als 40 Romane geschrieben, darunter den Horrorthriller Header, der 2009 verfilmt wurde. Er gilt als obszöner Provokateur und führender Autor des »Extreme Horror«.




    


Donnerstag, 27. September 2012

Die 5 Leben der Daisy West


 

  • Originaltitel: Revived
  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Boje); Auflage: 2 (10. August 2012)
  • ISBN-10: 3414820617
  • ISBN-13: 978-3414820617




Inhalt:
Daisy West ist nicht wie jedes gewöhnliche 15jährige Mädchen. Sie ist 5 Mal gestorben und das nur mit Hilfe eines Medikaments namens "Revive". Bei diesem Projekt ist Daisy nur ein Versuchskaninchen, denn alles ist noch in einer Testphase. Alles fing damit an, dass sie bei Kindern, die bei einem Busunfall dem Tode nahe waren, das Medikament testeten. Diese Kinder überlebten. Eine von ihnen war Daisy.
Doch beim nächsten Leben beschließt sie, wie ein junges Mädchen zu leben. Sie findet schnell eine Freundin -Audrey- und verliebt sich in ihren Bruder. Doch dann erfährt sie, dass hinter diesen vielen Leben mehr als nur ein Test steckt. So begibt sie sich selbst in Gefahr.

Kritik:
Der Klappentext hatte mich gleich von Anfang an angesprochen. Und tatsächlich habe ich es nicht bereut, dieses Buch gelesen zu haben. Es handelt sich um ein Jugendbuch das sowohl für Erwachsene als auch für Kinder geeignet ist.

Gleich am Anfang lernt man Daisy und ihr Leben kennen. Wie sie von einem Leben ins Nächste schwebt. Mir gefielen ganz besonders die Stellen, als sie Audrey kennen lernt und in ihr eine gute Freundin sieht und sich dann noch in ihren Bruder verliebt. Sie weiß selbst, dass diese Liebe unmöglich ist, denn alles ist nicht echt.

Der Schreibstil der Autorin ist locker, also einfach und flüssig zu lesen. Man hat keine Schwierigkeiten beim Verstehen der Geschichte. Die Dialoge verlaufen meistens in einem jugendhaften Stil. 

Ich finde es sehr schön, wie die Autorin uns zeigt, was Tod, Trauer und Liebe bedeutet. Natürlich waren da mehr Themen mit denen sich das Buch beschäftigt, aber das sind die Hauptthemen. Auch Daisy lernt das Leben so richtig zu schätzen.
Das Cover ist einfach einwandfrei gestaltet worden. Es stellt Daisy dar, die wahrscheinlich ein neues Leben lebt. Dann die große 5 und der Bus, der eine große Rolle spielt, denn damit hat alles angefangen. Ich finde sowohl die deutsche Ausgabe als auch die Originalausgabe wunderschön. 

Fazit:
Ein sehr lesenswertes Werk, das ich jedem empfehlen kann. Die Autorin hat es geschafft, mich mit ihrem Buch in den Bann zu reißen. Ich habe das Buch in einem Rutsch verschlungen.

Die Autorin:
Cat Patrick lebt mit ihrem Mann und ihren Zwillingstöchtern in der Nähe von Seattle.




Mein herzliches Dankeschön gilt:

    

    

Freitag, 17. August 2012

Der Menschenmacher

Inhalt:
David, Charlie und Allisson wurden mit 7 bzw. 8 Jahren von Robert Gray adoptiert. Sie glauben nicht, dass sie in die Arme eines Tyrannen gelandet sind. Dieser hat eine genaue Vorstellung, was er mit den Waisenkindern vorhat. Alle drei sollen EVOLVIEREN, d.h. sie werden mit seiner Hilfe zu Übermenschen. Bob Gray misshandelt die Kinder mit Zigaretten und Gürtel und lehrt sie die Bibel, damit sie über Gott bescheid wissen. Es ist ihnen strickt verboten, das Haus zu verlassen, respektlos zu werden und nicht zu lernen bzw. zu gehorchen.
Eines Tages, als Bad Bob höhere Maßnahmen einführen möchte, schaffen die Kinder ihn gemeinsam mit aller Kraft zu töten.

20 Jahre später erhalten alle drei eine DVD, in dem der Albtraum von vorn anzufangen scheint. Kristen und Phuong, die Kinder von Charlie und David, wurden von zwei Männern entführt und gefangen gehalten. Um die beiden zurückzubekommen, müssen die 3 Aufgaben erfüllen. Diese Aufgaben führen sie wieder in ihre Vergangenheit. So wird ihnen klar, dass die Entführung etwas mit dem Tod ihres Dads zu tun haben muss.
Dabei bekommen sie Dinge zu hören, die schlimmer sind, als sie je erwartet hätten. Die größte Frage die sie sich dabei stellen lautet: Wer war Bob Gray wirklich?

Kritik:
Vorab muss ich sagen, dass es sich bei diesem Buch nicht um die weiterfolgende Smokey-Barrett-Reihe handelt. Cody Mcfdayen wollte hiermit nur eine Pause einlegen, um mit vollem Elan die Reihe um die Agentin weiter zu schreiben.

Es ist ein faszinierendes Werk, in dem man einen Psychopathen hautnah kennen lernt. Der Leser taucht in die kranken Fantasien eines Mannes, der es liebt unschuldige Menschen leiden zu sehen und sie so umzuformen, wie er es möchte. Ich persönlich konnte die Schmerzen die die Opfer zu spüren bekamen regelrecht nachempfinden. Dauernd stellt man sich als Leser die Frage: Wieso tut ein Mensch das? Was hat ihn dazu veranlasst, solche Gräueltaten anderen anzutun? Die Antworten erfährt man dann während des Lesens.

An sich ist das Buch nichts für schwache Nerven. Es gab Szenen, in denen mir der Atem still stand und ich es  erst einmal verdauen musste, um weiter lesen zu können. Nicht nur die Misshandlungen an die Kinder, sondern viele andere Szenen muss man gut verkraften können. Ich hab meistens eine kleine Pause eingelegt, weil es oftmals zu viel für mich war.

Dieses Werk ist auf jeden Fall für Leute die sich für Philosophie und Psychologie interessieren. Nur versteht der Vater die Theorien von einigen Philosophen komplett falsch und macht seine eigene draus.

Der Schreibstil ist grandios. Wieder typisch für Cody: ausdrucksstark, packend und emotional. Er weiß wie man mit nur Worten mit den Ängsten des Menschen spielt.

Zum Ende hin hatte mich das Buch ein wenig enttäuscht, denn da fehlte die Spannung und der Realismus, der am Anfang herrschte, sehr. Das finde ich sehr schade, zumal mich der Anfang und die Mitte gepackt hatten.

Auf dem Cover ist ein Mann abgebildet, dessen Gesicht in zwei geteilt wurde. Es ist nicht zu übersehen, dass der Mann Bob Gray darstellen soll. Die harten Gesichtszüge und die kalten Augen werden auch im Buch beschrieben.

Fazit:
Ein sehr nachdenkliches und mitreißendes Werk, um das Schicksal von 3 Kindern und einen Psychopathen.

Der Autor:
Cody Mcfadyen, geboren 1968, unternahm als junger Mann mehrere Weltreisen und arbeitete danach in den unterschiedlichsten Branchen. Der Autor ist verheiratet, Vater einer Tochter und lebt mit seiner Familie in Kalifornien.






Interview zum Buch




    

Dienstag, 14. August 2012

Ashes 02 -Tödliche Schatten

 

  • Originaltitel: Shadows
  • Gebundene Ausgabe: 571 Seiten
  • Verlag: Ink; Auflage: 1 (9. August 2012)
  • ISBN-10: 3863960068
  • ISBN-13: 978-3863960063
  • empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre

Klappentext:
Den verheerenden Anschlag auf die Welt hat die siebzehnjährige Alex überlebt, aber nun muss sie sich den schwerwiegenden Folgen stellen. In den Städten, die nicht zerstört wurden, rotten sich diktatorische Tyranneien zusammen, in denen sich menschliche Abgründe auftun. Außerhalb der Schutzwälle droht der sichere Tod. Denn dort lauern Horden Jugendlicher, die sich seit dem Unglück in bestialische Kannibalen verwandeln. Und schließlich bleibt noch die Ungewissheit, ob Alex selbst noch zu so einem Monster mutiert. Warum sind ausgerechnet sie und ein paar wenige Ausnahmen von dieser Verwandlung bisher verschont geblieben?

Kritik:
Bei dem Buch handelt es sich um den zweiten Teil von "Ashes -Brennendes Herz". Da ich den ersten Teil noch nicht gelesen habe, kann ich leider keine Vergleiche ziehen.
Dennoch hat mir dieses Werk sehr gut gefallen. Viele würden sagen, dass man es nicht verstehen wird, aber ganz im Gegenteil. Ich hatte keine Schwierigkeiten beim Verstehen und war sehr schnell im Geschehen drin. Es ist ein spannendes und atemberaubendes Werk. Wenn man erst einmal mit dem Lesen angefangen hat, mag man es einfach nicht aus der Hand legen. Obwohl es ein dicker Schinken ist, konnte ich es in einem Rutsch lesen.

Zu Anfang hatte ich Schwierigkeiten, was die Charaktere betraf, denn es waren sehr viele auf einmal und so musste man sich einen Überblick über jeden Einzelnen verschaffen. Doch nach ungefähr 100 Seiten konnte ich sie alle voneinander unterscheiden. Die Autorin hat jedem eine Eigenschaft gegeben, die sie sowohl charakterlich als auch äußerlich unterschied. Mit Hilfe der Perspektiven erfuhr man mehr über die Gedanken eines jeden Einzelnen. Mir gefallen auch die kurzen Kapitel, die ungefähr 7-8 Seiten gehen. So kamen die Blickwinkel der Personen besser zur Geltung.
Alex ist als die Hauptprotagonistin eine sehr starke Persönlichkeit. Ihre Überlebenskraft hat mich vor allem  sehr beeindruckt.  

Der Schreibstil war sehr realistisch und flüssig. Oft spannend und mit viel Ausdruck. Man konnte sich alles sehr bildlich vorstellen. Es fiel mir die düstere Stimmung ganz besonders auf. So wurden zum Beispiel die Foltermomente sehr intensiv beschrieben. 

Das Cover ist dem Verlag wieder einmal sehr gut gelungen. Die Farben passen einwandfrei  zur drohenden Atmosphäre, die im Buch herrscht.

Fazit:
Mit ausdrucksstarken Charakteren und purem Realismus hat die Autorin ein wundervolles Werk erschaffen. Es ist auf jeden Fall ein Muss für jede Altersklasse. 
Einfach genial!

Die Autorin:
Ilsa J. Bick ist Kinder- und Jugendpsychiaterin, Möchtegernchirurgin und ehemalige Air Force Majorin, widmet sich mittlerweile aber ganz ihrem Autorinnendasein. Am liebsten schreibt sie Jugendbücher und Kurzgeschichten, für die sie mehrfach ausgezeichnet wurde.

   


Sonntag, 1. Juli 2012

Shadow Falls Camp 01: Geboren um Mitternacht

  • Originaltitel: Shadow Falls 01: Born at Midnight
  • Broschiert: 503 Seiten
  • Verlag: Fischer Fjb; Auflage: 1 (21. Juni 2012)
  • ISBN-10: 384142127X
  • ISBN-13: 978-3841421272

Inhalt:
Mit 16 Jahren geht das Leben von Kylie Galen den Bach runter: ihre Eltern lassen sich scheiden, ihr Freund verlässt sie, nachdem sie einen Stalker in Armeekleidung sieht, halten sie alle für verrückt und so muss zu einer Therapeutin.
Als eines Abends bei einer Party die Polizei eintrifft und Drogen dort auffindet, schickt ihre Mutter sie in ein Camp für unerzogene Kids. Schon während der Busfahrt merkt Kylie, dass etwas nicht stimmt, denn die anderen Jugendlichen verhalten sich eigenartig. So kommt sie zu dem Entschluss, dass alle Freaks sind und sie Fehl-am-Platz ist.
Obwohl ihre Lebensumstände mit der Scheidung, der Tod ihrer Oma und dem aufgezwungenen Camp schlimm genug sind, kommt ihre beste Freundin auch noch mit einer schlechten Neuigkeit. So machen die Sorgen um ihre Freundin alles nur noch unerträglicher.

Dann erklärt ihr die Camp-Leiterin, dass sie sich nicht in einem gewöhnlichen Camp befindet, sondern für Jugendliche, die übernatürliche Wesen sind, mit besonderen Fähigkeiten, die man nur aus Filmen und Büchern kennt.
Die Leiterin teilt ihr mit, dass auch sie eine von ihnen ist. Doch was sie ist, muss Kylie selbst herausfinden...

Kritik:
"Geboren um Mitternacht" ist der erste Teil der "Shadow Falls Camp"-Reihe. Die Autorin hat zwei weitere Teile fertig geschrieben, die bei uns noch nicht erscheinen. Ich würde gerne weiter lesen, denn ich hatte großen Spaß beim Lesen gehabt.
Kylie ist ein typischer Teenager: sehnt sich nach Liebe und ist ein wenig frech. Ich mochte sie sehr, denn ich würde mich genauso verhalten wie sie, wenn man mich in ein Camp schickt, wo übermenschliche Wesen sind und ich auch eine von ihnen sein soll, ohne dass ich weiß, was ich bin.Und wenn sie die zwei Camper Lucas und Derek sieht, hat sie ein Kribbeln im Bauch. Ich finde es süß, wie Derek um Kylies Liebe kämpft. 
Das Buch hat etwas realistisches an sich. Denn Kylie glaubt zu Anfang auch, dass alles nur ein Scherz sei, bis sie alles mit eigenen Augen sieht.

Die Autorin ist nicht mit der Tür ins Haus gefallen, sondern geht mit allem langsam voran. Wir erfahren viel über die anderen Jugendliche, unter anderem Della, ein sehr nettes Vampirmädchen oder Perry, der Gestaltenwandler.

Der Schreibstil ist sehr jugendlich, d.h. man liest es schnell. Alles wird durch die Kommentare von Kylie sehr lustig gehalten.
Natürlich ist das Buch auch sehr spannend, denn man möchte wissen, was nun Kylie ist. Ich werde auf jeden Fall die Reihe weiterhin verfolgen!

C.C. HunterFazit:
Ein sehr schöner Jugend-Fantasy-Roman, den man in einem Rutsch schafft und nicht bereut. 

Die Autorin:
C.C. Hunter lebt in Springs, Texas in den USA, wo sie zurzeit an den nächsten Bänden der ›Shadow Falls Camp‹-Serie schreibt.


   

Dienstag, 19. Juni 2012

Seelenfresser

Seelenfresser

     

  • Originaltitel: Soultaker
  • Broschiert: 352 Seiten
  • Verlag: Festa Verlag (30. April 2012)
  • ISBN-10: 386552141X
  • ISBN-13: 978-3865521415
Inhalt:
Jake McAllister kehrt aufgrund eines Anrufs in seine Heimatstadt Rockville zurück, weil er seinem Bruder helfen soll. Natürliche tut er es ungern, denn er wollte die Stadt mit all ihren Erinnerungen hinter sich lassen.
Dann trifft er auf Myra, die Freundin seines Bruders, die nicht nur bildschön ist, sondern eine eigenartige Aura aussprüht. Doch Jake denkt sich nichts bei, bis er dahinter kommt, was sie wirklich ist. Nämlich eine Seelenfresserin.

Kritik:
Bryan Smith hat mit seinem zweiten Buch im Festa-Verlag einen packenden Horror-Thriller geschaffen. Der Autor schaffte seinen Durchbruch mit "Verkommen" und legte wieder einmal einen Zahn zu. 

Bei diesem Buch geht es richtig ekelig und blutig zu, denn es wird dem Leser klar gemacht, zu was ein Mörder fähig sein kann und was für krankhafte Fantasien es gibt. Zwischendurch habe ich das Buch zur Seite gelegt, weil es verdammt abartige und sadistische Szenen gab. 

Die Kapitel sind kurz, sodass man es nicht zur Seite legen konnte. Hat man erst einmal mit dem Lesen angefangen, konnte man es nicht aus der Hand legen. Der Schreibstil direkt, um nichts in die Länge zu ziehen-was mir auch positiv auffiel.
Jake als Hauptprotagonist hatte von Anfang an einen sehr sympathischen Eindruck auf mich gemacht. Myra ist eine sehr fesselnde Persönlichkeit. Sie ist zwar verstört, aber intelligent 
Der Autor konnte mich sehr gut unterhalten, trotz der vielen abscheulichen Szenen. Doch an diese kann man sich mit der Zeit gewöhnen -außer man hat einen empfindlichen Magen.

Fazit:
Leser mit schwachen Nerven sollten lieber die Finger weg von dem Buch halten. Für Fans von Brett McBean. 
Smith, Bryan
Der Autor:
Bryan Smith schreibt mit einer explosiven Kraft. In Rekordzeit hat er sich an die Seite von Richard Laymon und Jack Ketchum gekämpft, die Riege der Kultautoren brutaler Thriller. 






   



Dienstag, 5. Juni 2012

Träume süß, mein Mädchen

Träume süß, mein Mädchen

     
  • Originaltitel: Mad River Road
  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (2. August 2006)
  • ISBN-10: 3442311047
  • ISBN-13: 978-3442311040

Inhalt:
Jamie Kellog ist 29 Jahre alt und sehnt sich endlich nach dem richtigen Partner, mit dem sie ihre Zukunft teilen kann. In einem Club lernt sie den attraktiven und charmanten Brad Fisher kennen. Nach nur einem Abend verliebt sie sich von Kopf bis Fuß in den Fremden. Sie kündigt ihren Job und begibt sich mit Brad auf eine Reise von Florida nach Ohio. Auf dem Weg dahin erfüllt Brad ihr jeden Wunsch, bis eines Tages hinter der charmanten Maske sein wahres Gesicht  zum Vorschau kommt. Jamie merkt schnell, dass Brad sie nur als Köder mit auf die Reise genommen hat und er ein Psychopath ist, der keine Gnade kennt. Doch das ist schon spät, denn Brad hat Pläne, von denen sie nichts weiß...

Kritik:
Dies ist nach "Lauf Jane, Lauf" mein zweites Buch, da ich von der Joy Fielding gelesen habe. 
Das Buch fängt damit an, dass sich ein Mann in ein Haus schleicht und eine Frau umbringt, die ihm den Fluchtort seiner Ex-Frau verraten soll, denn sie hat seinen Sohn mitgenommen und versteckt sich vor ihm. Dieser Mann ist Brad, der aus dem Gefängnis entlassen wurde und sich an seine Ex-Frau rächen möchte. Dieses Buch wird einzeln aus der Perspektive von drei Frauen erzählt. Erst einmal von Jamie, dann Lily und Emma. Erst habe ich mich gewundert, warum die Autorin so viel von den beiden anderen Protagonisten erzählt, doch am Schluss zeigt es sich aus. Es gibt Zusammenhänge zwischen ihnen. 

Jamie tut mir sehr leid, denn sie leidet sehr unter der Einsamkeit und läuft dabei auch noch direkt in die Arme eines Psychopathen. Einer Frau wie ihr hätte ich Glück in der Liebe gewünscht, nicht schon wieder Pech.
Brad ist genau der Typ Mann, von dem jede Frau träumt: er macht süße Komplimente, ist fürsorglich und sehr warmherzig. Doch zwischendurch kann er sein wahres Ich nicht verstecken und macht Fehler, die aber die naive Jamie zur Seite schiebt.

Ich finde, dieses Buch öffnet vielen Frauen die Augen, dass sie vorher aufpassen sollten, auf welchen Mann sie sich einlassen. Nicht jeder Mann ist der, für den er sich ausgibt. 
Die Autorin hat ein sehr gutes Gespür für detaillierte Beschreibung. Ich war wie im Geschehen dabei. Die Angst ging unter die Haut. 
Der Schreibstil war sehr flüssig und trotzdem faszinierend. Die Bestseller-Autorin konnte mich wieder einmal mit in ihren Bann reißen. Mir gefiel es sehr, wie die Autorin es schaffte, mich in eine ganz andere Richtung zu führen, welche sich am Ende als die Falsche ergab. 

Fazit:
Eine fesselnde und spannende Geschichte, über eine Frau, die blind vor Liebe mit einem Psychopathen durch die Staaten fährt. 


Die Autorin:
Joy Fielding wurde am 18. März 1945 in Kanada geboren. Unbestritten gehört Joy Fielding zu den absoluten Spitzenautorinnen für Spannungsliteratur. Sie macht beruflich einige Umwege, bevor sie mit ihrer eigentlichen Passion, dem Schreiben, Erfolg hat. Schon als Achtjährige beginnt sie, als Zwölfjährige fließt das erste Blut aus ihrer Feder - bei einem Drehbuch über Muttermord. Nach dem Literaturstudium strebt sie aber zunächst danach, Hollywood zu erobern: als Schauspielerin. Der Sprung nach Hollywood gelingt ihr nicht, dafür aber der in die internationalen Bestsellerlisten. Bis heute verkauften sich ihre Romane allein im deutschsprachigen Raum über 13 Millionen Mal. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Toronto, Kanada, und in Palm Beach, Florida.




   


Samstag, 2. Juni 2012

Film: The Hills have Eyes -Hügel der blutigen Augen



Eine Abkürzung führte durch die Hölle

  • Regie: Alexandre Aja
  • Drehbuch: Wes Craven und Alexandre Aja
  • Produktion: Peter Locke und Wes Craven
  • Besetzung: 
    • Aaron Stanford: Doug Bukowski
    • Kathleen Quinlan: Ethel Carter
    • Vinessa Shaw: Lynn Bukowski
    • Emilie de Ravin: Brenda Carter
    • Dan Byrd: Bobby Carter
    • Robert Joy: Lizard

Inhalt:
Gemeinsam wollen die Familie Carter einen Ausflug durch New Mexico nach San Diego machen. Als sie in der Wüste von New Mexico an einer Tankstelle anhalten, empfiehlt ihnen der Tankwart eine Abkürzung an, die ihnen 2 Stunden einspart. Begeistert über das Angebot, nutzen sie die Abkürzung. Doch dabei weiß die Familie nicht, dass dort für sie das Leben schon endet...

Kritik:
Als ich die Inhaltsangabe zu dem Film las, wusste ich gleich, dass ich ihn schauen musste. 
In den 1950ern wurde in dieser Gegend ein Atomtest durchgeführt, bei dem die Strahlung zu Mutationen geführt hat. In dem Filmstreifen rächen sich die Mutanten, ehemalige Minenarbeiter, an die Menschen. Jeder Test hat Einfluss auf die genetische Struktur des Menschen. Die Mutanten kennen keine Gnade und töten jeden, der ihnen in die Quere kommt. 
Für mich machte der Film mit dem Hintergrund für die Folgen eines Tests zu etwas ganz Besonderem. Es war einfach kein Horror-Kitsch, sondern wiedergab einfach die Realität. Es ging den Menschen, die unter dem Test litten, nur um Rache. Doch man muss bedenken, dass  Zivilisten nichts damit zu tun hatten. Die US-Regierung muss dafür die Schuld tragen.
Der französische Regisseur Alexandre Aja hat mit seinem Remake zeigt er, wie die Menschen mit einer Mutation heute aussehen könnten, denn alles wird heute geheim gehalten. 

Ich muss aber sagen, dass der Film sehr ekelhaft und nicht für jedermanns Magen ist. Also lieber vorher den Trailer schauen, bevor man ihn schaut.

Fazit:
Es ist ein sehr trauriger Film, bei dem man sowohl die Mutanten als auch die unschuldigen Menschen versteht. 


Trailer