





Meinung
Ein Wort beschreibt diesen Thriller mit einem Wort: Jahreshighlight 2022.
Ich wurde von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gerissen, so dass ich das Buch erst zum Ende hin aus der Hand legen konnte.
Zwei Frauen treffen aufeinander, die vorgeben, jemand anderes zu sein, mit der Absicht, Rache auszuüben.
Kat ist eine ehemalige Journalistin, die ihren Traumberuf nach einem traumatischen Zwischenfall an den Nagel legen muss. Den Grund dafür will sie einfach nicht vergessen, weshalb sie sich für ihre letzten 10 Jahre rächen möchte. Als sie dann die Möglichkeit hat, gerät sie in große Gewissensbisse und muss ihr Vorgehen überdenken.
Meg führt als Immobilienmaklerin unter all den Reichen und Schönen ein interessantes Leben.
In ihrer Vergangenheit hat sie viel durchmachen müssen. So erfährt man, wie sie von einer Frau, die zuvor in ihrem Auto lebte, zu jemandem wurde, der Luxushäuser verkauft. Bis zu ihrem Ziel wurden ihr viele Steine in den Weg gelegt. Für den einen oder anderen Stein möchte sie Rache üben.
Beide Frauen hätten nicht unterschiedlicher sein können. Doch ihre Vergangenheit verbindet sie, weshalb ich beide auf ihre Weisen mochte. Mich faszinierte und erschreckte gleichzeitig die Konstellation und der Umgang beider miteinander, denn als Leser wusste man zum Teil nur wenig über ihre Entscheidungen, weshalb man am liebsten in das Geschehen eingreifen wollte.
Weiterhin überzeugt mich der Thriller mit den sehr gut ausgearbeiteten Protagonisten. Je mehr man die Protagonisten kennenlernte, desto mehr verstand ich ihre durchdachten Entscheidungen und konnte diese auch nachvollziehen. Sie wurden sehr bildlich beschrieben, weshalb ich beide sehr mochte.
Die Autorin wusste einfach, wie und wann sie mit den zahlreichen Überraschungsmomenten bei mir eine sprachlose Pause auslöste. Ganz besonders die vielen unerwarteten Wendungen, machten das Buch zu einem grandiosen Pageturner.
Die Rückblicke in die Vergangenheit der Charaktere spielten eine große Rolle, um so die Absichten von jedem einzelnen zu verstehen.
Fazit
Der Thriller begeisterte mich mit der grandiosen Umsetzung der Grundidee. Die vielen Wendungen, Intrigen und faszinierenden Charaktere machten die Geschichte zu einem großen Highlight. All meine hohen Erwartungen wurden erfüllt. Große Leseempfehlung!




Klappentext
London: Vier Menschen erhalten anonym eine Geburtstagskarte mit der Nachricht: »Dein Geschenk ist das Spiel – traust du dich zu spielen?« Danach verschwinden sie spurlos. Da die Polizei die Sache nicht ernst nimmt, engagiert die Tochter einer der Verschwundenen die Psychologin und Privatdetektivin Dr. Augusta Bloom. Als Bloom die Lebensläufe der Vermissten analysiert, entdeckt sie eine Gemeinsamkeit: Alle vier hatten eine dunkle Seite, die sie vor der Welt geheim hielten – und die sie höchst gefährlich macht. Offensichtlich nutzt der Täter das Gewaltpotential seiner Opfer. Und versucht, auch Augusta Bloom in sein tödliches Spiel hineinzuziehen …
Meinung
Was als ein kleines Spiel beginnt, endet tödlich. Dies war mein erster Gedanke, als ich das Buch startete.
Als mehrere Menschen auf ungewöhnliche Weise vermisst werden, beginnt die Kriminalpsychologin Augusta Bloom den Fall zu übernehmen. Bei ihrer Ermittlung hofft sie auf die Unterstützung ihres Partners, Marcus Jameson, der ein Ex-Spion ist.
Viele Ereignisse, wie etwa die Vermisstenfälle als auch den Mord einer 14jährigen an ihrem Hausmeister führen zu Verwirrung, so dass Bloom immer mehr den Verdacht hat, dass hier vieles unter den Teppich gekehrt wird.
Das Buch fängt sofort spannend und mysteriös an. Die Protagonisten wurden sehr spezifisch und interessant beschrieben, denn jeder war auf seine Weise speziell. Ich mochte es sehr, dass einem viele unterschiedliche und detailreiche Charaktere geboten wurde. Augusta Bloom war mir sehr sympathisch und die Kombination mit Jameson war gut gewählt, denn sie bildeten ein einheitliches Team.
Die 14jährige Seraphine schob den Thriller in eine ganz andere und für sich spannende Richtung. Man spürte immer mehr, dass das Mädchen viel zu verheimlichen hatte, was sich aber mit der Zeit auflöste.
Der Thriller lies sich sehr flüssig lesen. Dem Leser wurde viel Spannung und Schrecken geboten. Das Ende hätte ich mir ausführlicher gewünscht, doch alles in einem war es rund.
Ein Kritikpunkt war mir die fehlende Sichtweise der Spielenden, denn auf die wurde wenig eingegangen. Dieses tödliche Spiel steht im Mittelpunkt der Handlung, doch im Buch rückte es weiter in den Hintergrund.
Fazit
Ein spannender und twistreicher Thriller, der den Leser von der ersten Seite an fesselt. Dennoch fehlte mir das Hauptthema der Geschichte: Das Spiel.




Originaltitel: Time for Mercy
Herausgeber : Heyne Verlag (03. Mai 2021)
Broschiert : 672 Seiten
ISBN-10: 3453273513
ISBN-13: 978-3453273153
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Klappentext
Jake Brigance, Held der Bestseller »Die Jury« und »Die Erbin«, ist zurück. Diesmal steht er als Pflichtverteidiger im Zentrum eines aufsehenerregenden Mordprozesses in Clanton, Mississippi. Sein Mandant Drew Gamble hat einen örtlichen Deputy umgebracht – doch war es Notwehr oder Mord? Die Mehrheit von Clanton fordert lautstark einen kurzen Prozess und die Todesstrafe. Dabei ist Drew Gamble gerade einmal 16 Jahre alt. Jake Brigance arbeitet sich in den Fall ein und versteht schnell, dass er alles tun muss, um den Jungen zu retten. Auch wenn er in seinem Kampf für die Wahrheit nicht nur seine Karriere, sondern auch das Leben seiner Familie riskiert
Meinung
Als großer Fan von „Die Jury“ und Jake Brigance konnte ich es kaum abwarten, in die Geschichte abzutauchen.
Calnton, Mississippi, dem jungen Drew Gambel bleibt nach einem Blick auf seine misshandelte Mutter nichts anderes übrig, als diesen Mann zu erschießen. Der Fall löst viel Rummel aus, da dieser Mann niemand geringeres ist, als Stuart Kower, der Polizist ist und in der Gemeinde hoch angesehen wird. Drew legt nun sein Leben in die Hände von Jake Brigance.
Die Geschichte erzählt 5 Jahre nach Carl Lee Hailey´s Prozess, der von Jake als Anwalt vertreten wurde und ihm mit viel Mühe eine Freilassung verdankte. Obwohl Jake mit dem Fall für viel Aufsehen sorgte, konnte er keine großen Fische an Land ziehen und blieb finanziell auf der Strecke. Daher kam es ihm nicht gelegen, als der Richter ihm den Fall „Drew Gamble“ überreichte. Jake wollte seinen guten Ruf bei der Gemeinde nicht ins negative Licht rücken, weshalb er sich vehement dagegen sträubte. Doch ihm blieb anschließend nichts anderes übrig, als den Fall zu übernehmen, denn das Letzte was er wollte, war, noch einen Richter gegen sich zu hetzten.
Als Leserin konnte ich Jakes Sicht nachvollziehen, denn er lebte mit seiner Kanzlei am Existenzminimum und wollte nicht eine gesamte Gemeinde gegen sich haben. Während des Hailey-Prozesses musste er vieles durchmachen, doch ein weiteres Mal würde er diesen Albtraum nicht über sich und seiner Familie ergehen lassen können.
Nach langen Gesprächen mit seiner Frau, Carla, und dem Versprechen des Richters, dass er den Fall bald abgeben könne, begibt er sich zu Drew. Als er auf Drew trifft, sieht er einen verängstigten Jungen, den die Gemeinde hasst. In vielen schlaflosen Nächten muss er an ihn denken und beschließt, den Jungen bis zum Ende hin zu vertreten.
Anders als im Hailey-Fall nahm Jake das Mandat nicht sofort an, sondern benötigte dafür lange Bedenkzeit. Die Entscheidung vom Autor hat mir sehr gefallen.
An Jakes Entwicklung teilhaben zu dürfen, hat mir wieder einmal viel Freude bereitet. Man spürt sofort, dass er sein Handeln überdenkt und stets auf dem Boden der Tatsachen bleiben möchte. Obwohl er viele Risiken eingeht, ist der Sieg nicht sein oberstes Ziel, welches er um jeden Preis anstrebt.
Drew Gamble habe ich vom ersten Moment an in mein Herz geschlossen. Die Gemeinde möchte ihn für den Mord an einem grausamen Mann hinrichten. Mit seinen 16 Jahren macht er so viel durch, dass man als Leser nicht mehr hinterher kam. Ich hätte mir gewünscht, dass der Autor genauer auf ihn einging, denn ich konnte nicht zu ihm eindringen.
Das Feeling und die Kulisse in den Südstaaten hat der Autor detailtreu beschrieben. Man spürt den Druck und Rassismus, unter dem die Afroamerikaner leiden müssen. Genauso wie die Vorurteile gegenüber Menschen, die nicht in das scheinheilige Profil der Gemeinde passt. Eine Frau, die mit 16 Jahren Mutter wurde, kann nur den Ruf eines vernünftigen Mannes in den Dreck ziehen wollen. Als ihr Sohn den Hüter von Recht und Ordnung kaltblütig tötet, möchten die Leute ihn nur noch in der Gaskammer hinrichten. Es war erschreckend, wie sich die Gemeinde kaltblütig und verständnislos verhielt.
Mit diesem Buch löste Grisham in mir drei Gefühle aus: Mitleid, Wut und Ekel. Zu lesen, wie ein Polizist gefühllos, sadistisch und vollkommen gleichgültig gegenüber einer gebrochenen Frau und ihren zwei Kindern, die unter seiner Tyrannei viele Grausamkeiten über sich ergehen lassen müssen, war einfach erschreckend.
Abgesehen von einem Fall, bei dem es um einen Zugunglück ging und ich den Zusammenhang zur Grundgeschichte nicht fand, gab es keinen langatmigen Moment.
Ich habe die Geschichte von der ersten Seite an verschlungen. Der Schreibstil war flüssig und die Handlung packend, weshalb ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Man lernt unendlich viele Protagonisten kennen, die ich allesamt interessant fand.
Das Buch befasst sich nicht hauptsächlich um die Gerichtsverhandlung, sondern die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Folgen eines solchen Prozesses. Zum Ende hin befindet man sich vor Gericht.
Das Ende war abgerundet, doch die Verhandlung verlief für meinen Geschmack zu schnell. Ich hätte gerne mehr über die Zukunft erfahren, als das, was am Rande erwähnt wurde.
Fazit
Ein fesselndes Justizdrama, welches ein umstrittenes Thema anspricht, bei dem sich die Meinungen spalten. Es war mir wieder eine Ehre Jake Brigance während seines Mordprozesses begleiten zu dürfen. Große Leseempfehlung.
Der Autor
© Michael Lionstar
Seine Romane sind ausnahmslos Bestseller. Zudem hat er ein Sachbuch, einen Erzählband und Jugendbücher veröffentlicht. Seine Werke werden in fünfundvierzig Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia.





Vielen Dank an den Heyne-Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars
Herausgeber : Heyne Verlag (14. Juni 2021)
Broschiert : 352 Seiten
ISBN-10 : 3453440889
ISBN-13 : 978-3453440883
Link zum Heyne- Verlag [*KLICK*] u. amazon [*klick*] u. Thalia [*klick*]
Klappentext
Hedda Laurent ist gestorben. Die Familie ist in Trauer vereint: Ihr Mann, die vier Kinder mit ihren Familien und Heddas Bruder Ruben sind nach Berlin gekommen, um Abschied zu nehmen. Doch bei der Testamentseröffnung erleben sie eine böse Überraschung. Nur einer der Anwesenden wird Heddas beträchtliches Vermögen erben. Wer der Glückliche ist, soll ein Wettkampf entscheiden. 27 Aufgaben müssen die Angehörigen bewältigen. Nur einer kann gewinnen. Doch was ganz harmlos beginnt, droht bald zu eskalieren. Alte Konflikte und Verletzungen reißen wieder auf. Und das Spiel wird gefährlich …
[Klappentext: randomhouse.de]
Meinung
Familienmitglieder, die um das Erbe der Mutter kämpfen müssen, klang wahnsinnig vielversprechend. Während des Lesen empfand ich es als Familiendrama mit einem Hauch Thrill.
Theo, Jannik, Patty und Sophia treffen sich am Krankenbett ihrer Mutter, die kurze Zeit später verstirbt und ihr Testament hinterlässt. Anders als bei gewöhnlichen Testamenten werden den Geschwistern und ihren Familienangehörigen 27 Aufgaben gestellt, die sie bewältigen müssen. Wer alle Aufgaben bestanden hat, kann sich über ein millionenschweres Erbe freuen. Doch so einfach sind die Aufgaben nicht, denn mit der Zeit merken sie, dass währenddessen dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit zum Vorschein treten und sich nicht jeder an die Regeln hält.
Die Mitglieder könnten nicht unterschiedlicher sein, doch eines haben alle gemeinsam: Jeder hütet ein dunkles Geheimnis. Um mit ihrer Vergangenheit abzuschließen und in Ruhm zu leben, geben sich alle dem Spielchen hin. Zuerst verwirrten mich die Aufgaben, denn die kamen mir eher zu einfach vor, doch mit der Zeit wurden sie erschreckender, weshalb ich mich fragte, warum sie weiter mitspielen. Die Frage nach dem Warum wurde mir nach der ersten Hälfte beantwortet. Genauso wurden die Aufgaben nur kurz benannt und es ist nicht weiter drauf eingegangen worden.
Die Handlung wird in der dritten Person aus der Sicht von allen Mitgliedern erzählt. Mir persönlich gefällt diese Sichtweise nicht, da ich mich schwer in die jeweilige Person hineinversetzen kann. Hier hatte ich ganz besonders meine Schwierigkeiten.
Man erfährt vieles aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Zu Anfang machte es mir nichts aus, doch mit der Zeit verwirrte es mich. Denn in einem relativ kurzen Kapitel erfuhr man die neue Aufgabe und im nächsten beschrieb der Autor ein Ereignis aus der Vergangenheit. Ob nun Theo mit 4 Jahren oder die Verstorbene als junge Mutter.
Trotz allem ergaben alle Handlungsstränge ein zusammengesetztes Puzzle aus vielen verwirrenden Szenen. Zum Ende hin nahm das Buch an Pfad, denn viele offene Fragen wurden beantwortet und ein unvorhersehbarer Wendepunkt konnte mich sehr begeistern.
Genauso wie die Idee, dass einer ein falsches Spiel spielt und somit keiner dem anderen trauen kann. Die Angst und das Misstrauen wurden gut beschrieben.
Um einen Überblick über die Familienmitglieder zu behalten, findet sich ein Familienstammbaum auf der ersten Seite, mit dem man das Geschehen besser verfolgen kann. Mir persönlich hat es sehr geholfen.
Der Einstieg in die Geschichte verläuft einfach, denn der Autor weiß, wie er das Interesse seiner Leser wecken kann. Mit seinem locker leichten Schreibstil und den kurzen Kapiteln lässt sich das Buch in einem Rutsch lesen. Dem Autor gelingt es, den Leser zeitweise in seinen Bann zu reißen. Obwohl versucht wurde, dass die Spannung aufrecht erhalten bleibt, hielt diese für einen kurzen Moment an und artete in ein Durcheinander aus. Da das Buch aus vielen Zeitsprüngen besteht, kam es für mich zu vielen verwirrenden Momenten, in denen ich ein Kapitel ein zweites Mal lesen musste.
Der Schauplatz ist eine kleine Insel in der Nähe von Berlin. Durch den kalten Winter ist das Wasser eingefroren, weshalb niemand von der Insel wegkommen kann. Was zur Folge hatte, dass sie dem Albtraum allein ausgesetzt sind. Das Setting wurde nicht sehr detailreich beschrieben, weshalb ich so ein grobes Bild vor Augen hatte. Da die Protagonisten eher blass beschrieben wurden und ich mich nicht mit ihnen identifizieren konnte, blieben sie mir fremd. Des Weiteren hatte ich das Gefühl, ich würde mir das Geschehen von oben ansehen, anstatt mich darin zu befinden und alles mit zu verfolgen.
Fazit
Ich bin mit hohen Erwartungen an die Geschichte ran gegangen, doch leider wurde ich größtenteils enttäuscht. Die Grundidee war grandios, doch es scheiterte an der Umsetzung. Obwohl ich kaum Bezug zu den Protagonisten hatte, konnten die spannenden Szenen das Ruder rumreißen. Vielleicht hätte dem Buch doch paar Seiten mehr gut getan. Alles in einem sind meine Gefühle gemischt.
Der Autor
Jonas Winner wuchs in Berlin, Rom und den USA auf und studierte in Deutschland und Frankreich. Nach seiner Promotion über Spieltheorie arbeitete er zehn Jahre lang als Fernsehjournalist, danach folgten Drehbücher fürs deutsche Fernsehen und Romane.
© Random House/Erik Weiss



Klappentext
Die Investigativjournalistin Gina Kane bekommt eine verstörende Nachricht: Eine Person namens CRyan enthüllt, dass sie in ihrer Firma, einem großen Nachrichtensender, »schreckliche Erfahrungen« gemacht habe. Und sie sei nicht die einzige. Jeder Versuch Ginas, mit CRyan Kontakt aufzunehmen, scheitert jedoch. Nach endlosen Recherchen entdeckt Gina den tragischen Hintergrund: CRyan ist vor Kurzem bei einem Jet-Ski-Unfall ums Leben gekommen. Doch die Hintergründe ihres Todes sind sehr merkwürdig. Also forscht Gina nur mit noch größerem Nachdruck – und stößt auf eine entsetzliche Spur.
Meine Meinung
Lange habe ich mich nach so einem spannenden Werk von M.H. Clarke gesehnt, denn ihre alten Werke konnten mich immer aufs Neuste begeistern.
Wir lernen die Journalistin Gina kennen, die einer mysteriösen E-Mail auf die Spuren geht. Dabei trifft sie auf eine Person, die durch einen vermeidlichen Unfall ums Leben kam. Gina merkt, dass hinter dem plötzlichen Tod der jungen Frau mehr steckt und verfolgt den Fall. Denn es stecken viele Vertuschungen und Intrigen dahinter, denen sie auf den Grund geht.
Die Handlung und Spannung baut sich immer weiter auf. Während der Anfang sehr ruhig und vielversprechend ist, wird es nach den ersten 100 Seiten packend, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Man lernt die Schattenseiten der Unternehmer-Branche und wozu die Reichen und Mächtigen fähig sind. Immer mehr wird einem bewusst, dass sie vor nichts zurück schrecken.
Gina ist ein starker Charakter, der sich stets zu helfen weiß. Ich mochte ihre sympathische Art von der ersten Seite an. Es gab Momente in denen ich sie für ihre taffe Art bewunderte, denn sie ließ sich ihre Furcht nicht anmerken und bot allen die Stirn. Gina weiß, dass sie sich mit ihrer Story in große Gefahr begibt. Hin und wieder merkte sie, dass sie mit ihrem Vorhaben ein Risiko eingeht, doch sie wollte mit allen Mitteln die Wahrheit ans Licht bringen. Durch den grandiosen Schreibstil der Autorin konnte ich mich sehr gut in Ginas Lage hineinversetzen und ihr Handeln nachvollziehen.
Die Autorin schrieb das Buch detailreich, so dass man sich direkt im Geschehen befand. Gleichzeitig mangelte es nicht an vielen Wendungen, die mich immer zum Weiterlesen verleiteten.
Die Grundidee ist der Anlass, weshalb diese Geschichte zu meinen liebsten Clarke-Büchern gehört: Es beschäftigt sich mit dem #meToo-Thema, welches gerne in großen Unternehmen vertuscht wird. Hier spricht die Autorin im Namen aller Frauen, die zum Opfer dieser Leute wurden.
Fazit
Dies ist kein herkömmlicher Psychothriller, sondern eine Geschichte über eine Journalistin, die ein Tabu-Thema ans Licht bringt, welches unter den Teppich gekehrt wird. Das Buch konnte mich in allen Punkten überzeugen!
Die Autorin
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| © Gunter Glücklich |
Mary Higgins Clark (1927-2020) wuchs in der Bronx auf. Ihr Vater starb,
als sie zehn Jahre alt war. Die Mutter zog sie und ihre beiden Brüder
allein groß. Nach der Highschool machte sie eine Ausbildung zur
Sekretärin und war drei Jahre in einer Werbeagentur tätig, bevor sie das
Reisefieber packte und sie ab 1949 als Stewardess für PanAm arbeitete.
Ein Jahr später heiratete sie ihren Nachbarn Warren Clark. Kurz nach
ihrer Hochzeit begann sie, Erzählungen zu schreiben. Sie verkaufte die
erste im Jahr 1956 für einhundert Dollar an eine Zeitschrift. Nach dem
plötzlichen Tod ihres Ehemanns im Jahr 1964 verfasste sie bald ihr
erstes Buch, einen biographischen Roman über George Washington. Sie
schrieb immer morgens zwischen fünf und sieben Uhr, bevor die fünf
Kinder zur Schule mussten. Der erste Kriminalroman, „Wintersturm“, aus
dem Jahr 1975 bedeutete einen Wendepunkt in ihrem Leben und in ihrer
Karriere: Er wurde zum Bestseller. Neben dem Schreiben studierte sie
Philosophie und schloss 1979 ihr Studium mit »Summa cum laude« ab.
Mary
Higgins Clark zählt seit dem Erscheinen ihres Debütromans zu den
erfolgreichsten Thrillerautorinnen weltweit. Mit ihren Büchern führte
sie regelmäßig die internationalen Bestsellerlisten an und erhielt
zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den begehrten »Edgar Award«. 1996
heiratete sie John Conheeney. Die Autorin lebte und arbeitete in Saddle
River, New Jersey.



