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Donnerstag, 9. Juni 2016

[Rezension] Kellerspiele



  • FSK: 18
  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 1 (10. September 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1517235162
  • ISBN-13: 978-1517235161
  • Link zu amazon (*KLICK*)
 Klappentext:
  Zwei erwachsene Brüder hausen zusammen mit ihrer bettlägerigen Mutter in einem völlig heruntergekommenen alten Bauernhaus mitten im Wald. Nachdem die Mutter gestorben ist und ihre Leiche in einem verschlossenen Zimmer den eigenen Katzen überlassen wurde, reift in dem älteren Bruder allmählich ein perfider Plan. Er baut im Keller eine Art Gefängniszelle. Nun braucht er nur noch ein hilfloses Opfer, um sich seinen langgehegten Wunsch von der eigenen, unterwürfigen Sexsklavin zu erfüllen. Gegen den Willen seines schockierten Bruders setzt er diesen Plan schließlich in die Tat um und entführt ein junges Mädchen. Der Keller wird ihre Hölle, wo sie von den beiden Brüdern auf unterschiedlichste Weise gefoltert wird. Der eine will ihr wehtun, was schlimm ist. Der andere will ihr helfen, was noch viel schlimmer ist! Ein hässliches Spiel um Schmerz, Liebe und Verrat beginnt. Ein Spiel, in dem es keine Gewinner gibt...
[Klappentext/Grafik: amazon.de/Kellerspiele]


Kritik:

Bevor ich mit meiner Rezension starte, möchte ich noch einmal darauf hinweisen:

Dieses Buch enthält explizite Szenen physischer, psychischer und sexueller Gewalt, die für Personen unter 18 und sensible Menschen nicht geeignet sind! Alle anderen erwartet perfider, nervenaufreibender Thrill, der lange nachwirkt sowie ein schonungsloser Einblick in menschliche Abgründe, der schamloser und perverser nicht sein könnte. [Quelle: amazon.de/kellerspiele]



Nachdem „Fida“ von Stefanie Maucher 2013 mein Jahres-Highlight war, sehnte ich mich nach einem Buch, welches sich mit derselben Thematik beschäftigte. Als ich dann „Kellerspiele“ sah und die Autorin, Simone Trojahn, mir das Buch netterweise zum Rezensieren zur Verfügung stellte, musste ich es gleich lesen. Der Klappentext versprach einfach so viel.



Natürlich werde ich in der Rezension nicht auf jedes Detail eingehen, aber das muss vorab gesagt werden. Ebenso fällt es mir sehr schwer, den Inhalt vom Buch zu kritisieren, da die Handlung bzw. die Taten nun einmal in der Realität passieren. So hat die Autorin nun einmal alles detailliert beschrieben. Ob sich der ein oder andere ekelt, ist dahin gestellt.



Die Handlung fängt zwar ruhig an, aber der Leser bekommt gleichen einen Einblick in das deprimierende Leben des 29jährigen Karl und seinem älteren Bruder Toni. Beide sind von Grund auf verschieden: Während Toni ein Sadist ist, lebt Karl zurückgezogen und lässt alles über sich ergehen. Karl hat keine Ahnung von der Welt außerhalb des Hauses. Ohne je richtig gearbeitet zu haben, bezieht er Arbeitslosengeld und kümmert sich nebenbei um seine pflegebedürftige Mutter. Er machte den Eindruck einer misshandelten Ehefrau, die von ihrem Mann (hier Toni) misshandelt wird und nichts dazu sagt, da sie sonst niemanden hat. Karl sieht in Toni die einzige Bezugsperson, die er je haben wird. Und genau das nutzt sein älterer Bruder aus. Als das junge Mädchen in das Haus verschleppt wird, wird Karl nach und nach bewusst, dass er in der Entführung und den Misshandlungen Mittäter ist. Auch wenn er Tonis Taten nicht für gut heißen mochte, benahm er sich stets wie ein Feigling. Toni dagegen liebt es, Menschen zu quälen und sie bis an ihre Grenzen zu bringen. Vom Aussehen könnten sie nicht unterschiedlicher sein: Karl ist kräftig und unattraktiv, während Toni mit seiner Glatze, den stechend blauen Augen und der starken Statue angsteinflößend wirkte.



In der Geschichte tat mir Laura am meisten Leid. Denn sie befand sich einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Jedoch wurde ihr von Anfang an bewusst, dass an diesem Haus und den beiden Männern etwas nicht stimmte. Trotzdem –so wie jeder Mensch ist- bildete sie sich nichts bei und joggte weiterhin an diesem Haus vorbei. Was man hier dazu gelernt haben sollte ist, wenn mein Verstand mich warnt, sollte ich kein Risiko eingehen und einfach darauf hören. Laura tat mir so leid, dass ich manchmal Tränen in den Augen bekam. Jede Szene wurde detailliert beschrieben (darum auch FSK 18), so dass man all den Ekel und die Erniedrigung nachempfinden konnte.



Der Schreibstil wurde modern, frisch und direkt gehalten. So hat die Autorin auf jegliches drum-herum-Gerede verzichtet und kam gleich zum Punkt. Aus dem Grund ließ sich das Buch in einem Rutsch lesen. Obwohl die Handlung keine Spannung beinhaltete, interessierte mich einfach, ob Laura sich vielleicht irgendwann aus den Klauen des Teufels befreien konnte. Ebenso wie die Hoffnung auf Karls Vernunft Laura zur Flucht zu helfen.



Ein großer Pluspunkt geht an die Cliffhanger am Ende jedes Kapitels, die dafür sorgten, dass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte!



Bestes Zitat:



[S. 95] „Niemand von uns kann in die Zukunft sehen und niemand weiß, was das Schicksal vielleicht schon hinter der nächsten Wegbiegung für ihn bereithält“



Leider gibt es bei dem Buch einige Punkte, die mich beschäftigten. Als erstes war es das Ende: Die gesamten Szenen wurden so ins Detail beschrieben, dass man alles vor Augen hatte, doch zum Ende hatte ich das Gefühl, dass die Autorin die Lust verlor. Während der Zeit im Keller wüsste ich gern, wie die Eltern auf ihr Verschwinden und später auf ihr Auftauchen reagierten. Wir bekamen einen kurzen Einblick in die Situation außerhalb der grausamen Geschehnisse und mehr nicht. Für einen packenden Psychothriller fehlten mir die Momente, in denen die Autorin mit der Psyche des Lesers und der Leidtragenden spielte.



Da gibt es eine Sache, die ich zwar nicht am eigenen Leib zu spüren bekommen habe, aber mir nicht ganz vorstellen kann. Laura lag monatelang nackt in dem eiskalten Keller. Auch wenn sie für einen kurzen Moment eine Decke bekam, müsste sie da unten erfrieren. Im Winter hätte sie es niemals ausgehalten und wäre bei den Prügeleien gestorben.



Die 4 Herzen kommen so zustande:

1.      Die Figurenkonstellation

2.      Schreibstil + Cliffhanger nach jedem Kapitel

3.      Setting und Atmosphäre

4.      Umsetzung der Thematik



Fazit:

https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/61EUXuMs9CL._UX250_.jpgDie Autorin spricht ein heikles Thema an, welches in der heutigen Gesellschaft und von der Polizei auf die leichte Schulter genommen wird. In diesem Psychothriller bekommen wir einen Einblick in die tiefsten und abartigsten Abgründe der Begierde solcher Psychopathen. Obwohl dieses Buch einige Stärken und Schwächen aufweist, bin ich „dankbar“ mich wieder mit diesem Thema beschäftigen zu können.


Die Autorin:
 Simone Trojahn wurde am 23.August 1980 im Süden Münchens geboren. In dieser Gegend wuchs sie auch auf und lebt dort bis heute zusammen mit ihrer Tochter und einem kleinen Hund.
Hauptberuflich arbeitet sie im sozialen Bereich, wo sie viel mit Menschen und deren Problemen konfrontiert wird, wodurch sie immer wieder zu neuen Inspirationen für ihre Bücher gelangt.
 Simone war von Anfang an eine Leseratte, doch im Alter von 11 Jahren las sie ihren ersten "richtigen" Erwachsenenroman, "Stark/The Dark Half" von Stephen King, der sie so restlos begeisterte, dass sie beschloss, selbst Schriftstellerin zu werden, um irgendwann einmal ähnlich spannende Geschichten erzählen zu können wie ihr großes Idol.



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Vielen Dank an Simone Trojahn für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars

Mittwoch, 30. April 2014

Todesgeil

     
  • Originaltitel: The Killing Kid
  • Broschiert: 352 Seiten
  • Verlag: Festa Verlag (22. Mai 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3865521347
  • ISBN-13: 978-3865521347

Klappentext:
Als Rob seinen Wagen volltankt, taucht dieses sexy Gothicgirl auf und hält ihm eine Knarre an den Kopf. Sie braucht einen Chauffeur, denn sie verfolgt vier Jugendliche, die über sie gelacht haben. Offenbar will sie die abknallen. Rob kann es nicht fassen. Doch noch weniger versteht er sich selbst: Er will bei ihr bleiben, er will Sex mit ihr, er will ihr beim Morden helfen. Denn es tut gut, endlich seine Wut und Lust zu befriedigen ...
(amazon.de)

Kritik:
Es war wieder Zeit für einen richtig schlimmen Horror. Da fiel mir gleich "Todesgeil" von Bryan Smith ein, denn ich habe viele positiven Kritiken darüber gehört und gelesen.
Nach "Seelenfresser" wusste ich, dass ich mich auf viel Brutalität, Sex, Ekel und Spannung vorbereiten sollte. Der Klappentext beschreibt schon im Groben kurz die Handlung, darum würde alles andere nur spoilern.
Zu dem Hauptprotagonisten Rob ist zu sagen, dass er sich im Laufe des Buch von einem ängstlichen Mann zu einem Mitläufer, der jeden Wunsch von dem Gothic-Girl Missy über sich ergehen lässt. In diesem Buch hat Bryan Smith keine Bestien erschaffen, sondern eine Gruppe von Menschen, die ständig ihrer Mordlust freien Lauf lassen. Das ist wohl auch der Grund, warum das Buch diesen Titel erhalten hat. Dann habe ich mich gefragt, wo die Fahrt mit der Gruppe nun hinführen soll. Aber ich hörte auf, mir Fragen zu stellen und las einfach nur weiter.
Neben dem Handlungsstrang um Rob, gibt es einen um Julie, eine junge Frau, die von Zeb, einem Psychopathen gefangen ist.
Sein Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, denn der Autor nimmt kein Blatt vor dem Mund und beschreibt jedes Vorgehen detailliert.
Das Cover gefällt mir sehr, denn es stellt den Schatten einer Frau dar, die mit ausgebreiteten Armen läuft. Leider finde ich keinen Zusammenhang zu dem Buch, denn es ist alles andere als ruhig.

Fazit:
Bryan Smith ist Meister in den Abgründen der menschlichen Seele und dessen Fantasien. Ein Werk für Leser mit starken Nerven. Es fließt jede Menge Blut und viel Perversion.

Der Autor:
Viel ist über Bryan Smith nicht bekannt. Er lebt und arbeitet in Tennessee/USA als Autor zahlreicher Horrorromane. Laut eigener Aussage mag er Bier, lauten Rock and Roll, Horrorfilme, Britcoms. Das Übliche eben.
Trivia: Bryan Smith war auch der Name des Mannes, der Stephen King 1999 überfuhr und zur literarischen Figur in Kings „Der Turm“ wurde. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

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Sonntag, 2. März 2014

Doctor Sleep

 
  • Originaltitel: Doctor Sleep
  • Gebundene Ausgabe: 704 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (28. Oktober 2013)
  • ISBN-10: 3453268555
  • ISBN-13: 978-3453268555

Inhalt:
Nachdem Dan Torrance und seine Mutter das Ereignis im Hotel überlebt haben, hat sich sein Leben nicht ins Positive verändert. Er kann das, was passiert ist, nicht vergessen und ist Alkoholiker -was er von seinem Vater geerbt hat. Durch seinen neuen Beruf, wo er seinen Talent als Shining einsetz, wird er Doctor Sleep genannt, denn er begleitet Menschen beim Sterben. Doch dann trifft er auf ein Mädchen namens Abra, die das Shining hat und von einer Sekte aufgesucht wird. Um ihr zu helfen, muss Dan sich wieder seinen Ängsten und seiner Vergangenheit stellen.

Kritik:
Was für eine Wahnsinns-Fortsetzung. Stephen King hat es geschafft, dass man gar nicht gemerkt hat, dass das Buch 700 Seiten hat.
Ich war nie riesen Fan von Stephen King, aber nachdem ich dieses Buch gelesen hab, bin ich es geworden. Er hat nicht um den heißen Brei geredet, sondern ist gleich zum Punkt gekommen. Es war von der ersten Seite an bis zur letzten Seite richtig spannend. Das Buch beinhaltet alles was man von einem Meisterwerk erwartet: Emotionen, Ängste und Spannung.

"Shining" war damals ein Bestseller und ich hätte nicht gedacht, dass die Fortsetzung auch so mitreißend ist. Es ist total interessant, wie Dan nun ein erwachsener und reifer Mann geworden ist. Mir hat es besonders gefallen, dass für die Leser, die den ersten Teil nicht gelesen haben, ganz kurz berichtet wird, wie es dazu kommt, dass Dan diese Fähigkeit besitzt und was damals im Hotel passiert ist.

Es ist erschreckend traurig, was aus Dan geworden ist. Denn er ist damals vor seinem alkoholkranken und gewalttätigen Vater abgehauen und nicht ist aus ihm genau das Gleiche geworden. Welch eine Ironie. Aber genau das gefällt mir so sehr an dem Buch. Dan ist kein Held, sondern ein Mann mit vielen Problemen. Er trägt noch immer die Narben seiner Vergangenheit.
Eine weitere große Rolle spielt Abra, denn sie hat ebenfalls Shining. Ihres ist aber stärker als das von Dan. Das ist auch der Grund, warum eine Gruppe hinter ihr her ist.

Ich kann das Buch nur weiter empfehlen. Stephen King hat gute Arbeit geleistet.

Fazit:
Kings bekannteste Meisterwerk hat mit seiner Fortsetzung mich komplett in seinen Bann gerissen und nicht los gelassen. Top-Charaktere und eine spannende Handlung haben das Buch zu seinen besten Werken gemacht.
Bilder von Stephen King
Der Autor:
"Carrie", "The Shining", "Misery" - es gibt wohl nur wenige Leser oder Kinogänger, die nicht zumindest eine dieser drei Horrorgeschichten von Stephen King kennen. Einen internationalen Bestseller nach dem anderen legt der 1947 in Maine geborene Autor vor. Und nicht wenige davon wurden auch erfolgreich verfilmt. So spektakulär die Geschichten sind, so bürgerlich klingt Kings Werdegang. Nach Schule, Universität und früher Heirat arbeitete er zunächst als Englischlehrer. Seiner Passion fürs Schreiben ging er abends und am Wochenende nach, bis ihm der Erfolg seiner ersten großen Geschichte, "Carrie", erlaubte, ausschließlich als Schriftsteller zu leben. Der Rest ist Legende. King hat drei Kinder und bereits mehrere Enkelkinder und lebt mit seiner Frau Tabitha in Maine und Florida.



Vielen Dank an den Heyne- Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!  



Mittwoch, 5. Februar 2014

Phobia

  • Originaltitel: Phobia
  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (9. September 2013)
  • ISBN-10: 3453267338
  • ISBN-13: 978-3453267336

Inhalt:
Sarah Bridgewater führt mit ihrem Sohn, ihrem gut aussehenden und berühmten Ehemann und in einem wohlhabenden Wohnort ein traumhaftes Leben. Doch eines Tages taucht nicht ihr Mann in der Küche auf, sondern ein narbiger Mann. Zu Sarahs Entsetzten trägt der Mann den Anzug von ihrem Mann Stephen und hält sich für ihn. So jagt er ihr und dem Sohn Harvey Angst ein. Als sie es schafft, zu fliehen und die Polizei zu alarmieren, hat er längst das Weite gesucht. Zu ihrer Enttäuschung zweifelt die Polizei an ihrer Aussage und ihrer Angst um den "richtigen" Stephen. So sucht sie Hilfe bei ihrem alten Freund Mark.

Auf der anderen Seite kommt Mark Behrendt wieder in die Stadt, weil sein Doctorvater Selbstmord begangen hat. Plötzlich trifft er auf seine ehemalige beste Freundin Sarah, die ihn weinend um Hilfe bittet. Doch er muss sie enttäuschen, denn er ist nach dem Tod seiner Freundin nicht mehr der, der er einmal war. So versucht Sarah allein die Wahrheit ans Licht bringen und ihren Mann lebend zu finden.

Kritik:
Wieder einmal hat Wulf Dorn bewiesen, wie man mit der Psyche des Menschen spielt und ihn in die Irre führt. Von der ersten Seite an hat mich der Autor in seinen Bann gerissen. 
Es war mitreißend und spannend, mit zu verfolgen, wie Sarah versucht, der Polizei und allen anderen zu beweisen, dass dieser narbige Mann nicht ihr Mann ist, sondern der Entführer von Stephen ist. Mit einem alkoholsüchtigen Vater und einer Mutter, die ihr keine Beachtung schenkt, hatte sie es nicht leicht gehabt. Mit dem gut verdienten Mann an ihrer Seite und ihrem gesunden 6jährigen Sohn lebt Sarah so, wie sich jede Frau wünscht. Diese heile Welt bricht zusammen, als dieser Mann in ihrer Küche auftaucht und sich für Stephen ausgibt. 
Der Mann ist geschickt. Er hat seinen Plan aufs Detail geplant und macht keinen Fehler. Er weiß, wie er Sarah verwirrt und dass niemand ihr glaubt. So hat Sarah mir schon sehr leid getan. 
Mark, der Psychiater und Trauma-Experte ist, hat auf mich einen sehr verzweifelten Eindruck gemacht. Der Tod seiner Freundin hat ihn soweit mitgenommen, dass er sogar seinen Job hin geschmissen hat, weil er sich sicher ist, dass er anderen menschen nicht helfen kann, wenn es ihm selbst nicht gut geht. So lässt er sich komplett gehen und weiß nichts mit sich anzufangen. So finde ich es schön, dass die beiden aufeinander treffen.

Ich habe es sehr gemerkt, dass Herr Dorn durch seine 20jährige Erfahrung in einer Psychiatrie viel mitgenommen hat und dadurch einwandfreie Arbeit geleistet hat. 

Der Titel passt sehr gut zu dem Buch. Sowhl Sarah als auch Mark leiden an Phobien. Sie haben vor Dingen und manchmal in Momenten angst, die keiner versteht -nicht mal ein Psychiater.
Das Cover ist angsteinflößend und verspricht so einiges. Es gefällt mir sehr.

Fazit:
Bilder von Wulf DornEin spannender Thriller vom deutschen Meister Psyche. Er hat ein Werk erschaffen, das aufs Blutvergießen verzichtet, sondern um die tiefsten Abgründe der menschlichen Psyche handelt. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und bin mir sicher, dass andere Leser es auch nicht können werden.

Der Autor:
Wulf Dorn, Jahrgang 1969, liebt gute Geschichten, Katzen und das Reisen. Er war zwanzig Jahre in einer psychiatrischen Klinik tätig, ehe er sich ganz dem Schreiben widmete. Für seine Kurzgeschichten, die in zahlreichen Anthologien und Zeitschriften erschienen, wurde er mehrfach ausgezeichnet. Mit seinem 2009 erschienenen Debütroman »Trigger« gelang ihm ein internationaler Bestseller. Auch seine weiteren Romane erreichten Bestsellerstatus und sind inzwischen in zahlreiche Sprachen übersetzt.


     

Vielen Dank an den Heyne- Verlag für die Bereitstellung dieses               Rezensionsexemplars!  

Ashes -Pechschwarzer Mond

 
  • Originaltitel: Monsters
  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: Egmont INK; Auflage: 1 (12. September 2013)
  • ISBN-10: 3863960637
  • ISBN-13: 978-3863960636
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Inhalt:
Die Welt, die wir kannten, existiert nicht mehr. Ein entsetzlicher Anschlag hat alles verändert. Nur wenige Städte sind verschont geblieben, hinter deren Schutzwällen nun zweifelhafte Rädelsführer ihr Unwesen treiben. Die unheilbringenden Anhänger der Stadt Rule sind unter den angrenzenden Gemeinden berühmt-berüchtigt, und man rüstet sich zum Krieg gegen sie. Alex und ihre Freunde geraten zwischen die Fronten von machtgierigen Anführern, einer gefährlichen Miliz und einer Horde von menschenfressenden Bestien – jenen Jugendlichen, die sich seit der Katastrophe verwandeln und zur tödlichen Gefahr geworden sind. Die letzte Schlacht ums nackte Überleben hat begonnen. Doch lohnt sich ein Kampf für ein Leben in dieser totgeweihten Welt überhaupt noch? Wenn nur noch eins zählt: Er oder ich?
(amazon.de)

Kritik:
Mit dem letzten Teil der Ashes-Reihe hat die Autorin Ilsa J. Bick noch einen drauf gegeben. Und das im positiven Sinn. Die Szenen waren brutaler als in den Bänden zuvor und die Characktere ausdrucksstarker.
In diesem Band tauchen sehr viele Charaktere auf, die mich ab und zu verunsicherten, wo ich mich manchmal fragte, wie kommt die Person an diesen Ort? Doch mit der Zeit habe ich den Faden nicht mehr verloren und wusste, wer mit wem in Verbindung stand.
Alex und Chris befinden sich an unterschiedlichen Orten und durch die Cliffhänger am Kapitelende möchte man unbedingt wissen, wie es mit den weiter geht. Denn alle Charaktere treffen zum Ende hin aufeinander.
Mit dem frischen und jugendlichen Schreibstil, im Präteritum, hat die Autorin das Buch zu einem Werk erschaffen, das man ohne Probleme lesen kann. Sie beschreibt Momente so realistisch, in denen man sich vorkommt, als wäre man gerade mitten im Geschehen.
Das Buch war spannungsgeladen. Es fing schon mit der ersten Seite mit grausamer Brutalität an, als Chris Lena vorfindet, die völlig ausgehungert da liegt.
Das Cover sieht wunderschön aus, obwohl es eigentlich nichts neues darstellt. Aber die Atmosphäre ist ein Hingucker und verspricht so einiges.

Fazit:
Obwohl die Autorin zum Ende hin meine Fragen nicht komplett beantwortet hatte, fand ich mich damit zufrieden. Ein spannendes Finale. Es ist ein Werk für nicht schwache Nerven, denn die vielen brutalen Szenen an Tieren und Menschen gehen bis unter die Haut. Dennoch hat mich Ashes -trotz den vielen Protagonisten- von der ersten Seite in seinen Bann gerissen. Es ist ein unvergessliches Werk, was jeder gelesen haben muss.
Wenn es verfilmt werden sollte, bin ich eine der ersten Zuschauer.

Die Autorin:
Ilsa J. Bick ist eine amerikanische Schriftstellerin, die vor ihrer erfolgreichen Schriftstellerkarriere als Psychaterin gearbeitet hat. Für die Reihen Battletech, Startrek und Mechwarrior verfasste sie eine ganze Reihe Romane. Schon ihr erster Roman war ein Bestseller (Startrek: Well of Souls). Seit 2010 verfasste Ilsa J. Bick zahlreiche Young-Adult-Romane. Auch hier war sie schnell erfolgreich. Ihr erster (Draw the Dark) gewann den Winchester Fiction Award.
Zur Zeit lebt die Autorin in Wisconsin.

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Vielen Dank an den Egmont INK-Verlag  für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars    

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Down

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  •  Originaltitel: Down
  • Broschiert: 256 Seiten
  • Verlag: Festa; Auflage: 1 (15. Juli 2013)
  • ISBN-10: 3865522157
  • ISBN-13: 978-3865522153
Inhalt:
Eine Gruppe aus Rockern, ein Tourmanager und eine Rolling-Stone-Reporterin stürzen mit ihrem Flugzeug in einen Ort voller Wäldern und später zu ihrer Enttäuschung weit weg von der Zivilisation.
Alles scheint noch ganz ruhig abzulaufen, bis sie ein merkwürdiges Geräusch hören und zusehen müssen, wie eine menschenähnliche Bestie einen ihrer Freunde zerfleischt und abführt. So beginnt die Suche nach Hilfe, bis es hin zu einem blutigen Albtraum endet...

Kritik:
http://thecrowscaw.com/wp-content/uploads/2012/08/DownCover-231x300.jpgIch habe zuvor kein Buch von Nate Southard gelesen und als ich es auf der Website vom Verlag sah, hatte es mich gleich angesprochen. Es lag nicht nur an dem Klappentext, der so viel versprach, sondern auch das Cover. Die junge Frau mit den zerfetzten Klamotten und die dunkle Atmosphäre sind ein Hingucker.
Die Geschichte, das eine Gruppe einen Absturz überlebt und im Visier eines Monsters steht, ist was für jeden Horrorfan.
Leider konnte der Autor mich nicht in seinen Bann reißen. Ich hatte mir mehr erhofft gehabt, denn es fing sehr gut an, aber schweifte ständig von der eigentlichen Handlung ab.
Dani und Potter, der Tourmanager, waren für mich die einzigen Protagonisten, die wahrnahmen, in was für einer Situation sie sich befanden. Der Rest war eher mit sinnlosem Zeug beschäftigt. Conner dachte nur an seine Drogen, Kevin und Jen sprachen über ihre heimliche Beziehung, Greg und Shannon, die Reporterin, verliebten sich ineinander.
Da denke ich mir: Leute, daran denkt man nicht, wenn ein Monster uns jagd. Die Charaktere waren sehr miserabel und ihr Verhalten nicht realistisch.Ich würde zu gern wissen, wie die Bestie aussieht, denn sie wurde gar nicht vorstellbar beschrieben.
Das Buch verlor an Spannung, als das Monster schon auftauchte und nicht den Leser ins rätseln brauchte, wie es wohl aussehen könnte.
Der Schreibstil war sehr lahm und oft verwirrend, so dass ich einige Sätze ein zweites Mal lesen musste, um  zu verstehen was gerade passiert.
Wobei ich nicht mit so einem sehr guten Schluss gerechnet hatte. Da war ich schon sehr verblüfft, da mich alles was davor geschah abgeschreckt hatte.

Fazit:
Southard, NateIch war sehr enttäuscht von dem Buch, da es eine sehr gute Story ist. Trotzdem sollte jeder Fan von dem Autor es gelesen haben und sich nicht abgeschreckt fühlen. Mit Red Sky hat er sein Talent bewiesen gehabt, von daher sollte man es ihm nicht übel nehmen.

Der Autor:

Nate Southard lebt in Austin, Texas. Seine Kurzgeschichten erregten schnell Aufmerksamkeit und seit der Veröffentlichung seines ersten Romans Red Sky (2011) wird er von Thriller- und Horrorfans geradezu verehrt. Nate ist bekannt dafür, unablässig an seinen Texten zu feilen, bis auch der letzte Satz perfekt ist. Viele Leser vergleichen seinen harten, schnörkellosen Stil mit den Filmen von Quentin Tarantino. 

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Vielen Dank an den festa-Verlag  für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars       

Dienstag, 2. Oktober 2012

Bighead


  • Originaltitel: The Bighead
  • Broschiert: 352 Seiten
  • Verlag: Festa Verlag (15. August 2012)
  • ISBN-10: 3865521614
  • ISBN-13: 978-3865521613


Inhalt:
Wer oder was ist Bighead? Warum wird er so genannt?
Bighead ist ein Mann, der nicht wie jeder gewöhnliche Mensch aussieht und sich verhält. Er hat einen Kopf, der so groß ist wie eine Melone, hat eng aneinander liegende Augen, die so groß sind wie Eier, und große Reißzähne. Sein Leben lang wurde er von der Zivilisation ausgegrenzt. Sein Großvater zog ihn groß und lehrte ihn, die Menschen zu hassen. Als dieser stirbt, zieht Bighead durch die "böse" Welt...

Jerrica und Charity könnten nicht verschiedener sein als sie es schon sind. Jerrica, makellos und wunderschön, wird von den Männern begehrt, doch ihre Schwäche zu anderen Männern hindert sie daran, eine Beziehung stand zu halten. Charity dagegen hat so viel Pech, was Männer betrifft. Kein Mann meldet sich nach dem ersten Date. Die beiden Frauen lernen sich durch eine Zeitungsanzeige kennen. So fahren sie zusammen aus unterschiedlichen Gründen in Charitys Heimatstadt.

Balls und Dicky sind zwei abenteuerlustige Männer, die mit ihrem Auto durch die Gegend ziehen und Männer missbrauchen und anschließend töten.

Kritik:
Ich habe noch kein Werk von Edward Lee gelesen, das muss vorab gesagt werden. Ich lese Thriller jeder Art, doch sowas obszönes habe ich zuvor nicht in der Hand gehabt. Wie kam der Autor zu so einer Story. Mit so ekelhaften Charakteren, deren schlimmsten Fantasien sie zur Tat umsetzten. Manchmal spielten deren Fantasien so weit mit ihnen, dass ich das Buch weglegen musste.

Den Schreibstil hätte man nicht besser machen können. Jede Person hat seine eigene Art zu reden und das ist dem Autor sehr gut gelungen. Die beiden Frauen sprachen in unserer gewöhnlichen Sprache, doch die beiden Männer verschluckten Wörter und Bighead konnte gar nicht richtig sprechen. Mir fiel auch auf, dass er den Leser immer mit "Sir" ansprach.

Das Buch wird aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben. Also die oben genannten Protagonisten. Im Mittelpunkt steht ja Bighead, der Angst und Schrecken unter dem Volk verbreitet.

Für die Zukunft werde ich mir auf jeden Fall mehr Bücher von Edward Lee vornehmen. Denn dieses Buch konnte mich sehr überzeugen. Es war spannend, brutal, pervers und aufregend geschrieben. Man muss aber sagen, dass es seinen eigenen Hauch von Spannung besitzt.

Nun zum Cover: Ich muss zugeben, dass das deutsche Cover viel viel besser und anschaulicher aussieht. Es lockt den Leser direkt zum Lesen an. Der festa-Verlag ist für seine unheimlichen und schaurigen Cover, die sich auf den Inhalt beziehen, bekannt.

Fazit:
Auch wenn ich das Buch immer nach 10 Seiten bei Seite legen musste, um dass zu verdauen, was gerade passierte, hatte es mich in den Bann gerissen. Jedes Mal wollte ich wissen, was als nächstes auf mich zukommt. Ich kann das jedem Fan vom festa-Verlag empfehlen. Leser mit schwachen Nerven sollten lieber die Finger davon halten. Man sollte nämlich vorher wissen, auf was man sich da einlässt. Es handelt sich nicht um einen gewöhnlichen Thriller.

Der Autor:
Edward Lee (geboren 1957 in Washington, D.C.). Nach Stationen in der U.S. Army und als Polizist konzentrierte er sich lange Jahre darauf, vom Schreiben leben zu können. Während dieser Zeit arbeitete er als Nachtwächter im Sicherheitsdienst. 1997 konnte er seinen Traum endlich verwirklichen. Er lebt heute in Florida.
Edward Lee hat mehr als 40 Romane geschrieben, darunter den Horrorthriller Header, der 2009 verfilmt wurde. Er gilt als obszöner Provokateur und führender Autor des »Extreme Horror«.