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Originaltitel: Before she knew him
- Publisher
:
Blanvalet Verlag (15 Mar. 2021)
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Seitenzahl :
416 Seite
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ISBN-10
:
3734108888
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ISBN-13
:
978-3734108884
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Klappentext
Sie weiß, dass nebenan ein Mörder wohnt. Sie wird ihn überführen – und nun ist der richtige Augenblick gekommen!
Henrietta weiß, dass nebenan ein Mörder wohnt. Sie und ihr Mann
Lloyd sind eben erst in die Bostoner Vorstadt gezogen, als sie während
eines Dinners im Haus ihrer Nachbarn einen unglaublichen Fund macht:
eine Trophäe, die von einem Tatort verschwand, an dem ein junger Mann
ermordet wurde. Dass der sympathische Lehrer Matthew im Besitz dieses
Objekts ist, scheint für Hen der untrügliche Beweis zu sein, dass er in
die Tat verwickelt war. Heimlich beginnt sie, Matthew zu beschatten.
Doch als es erneut zu einem Mord kommt, glaubt Hen als Einzige daran,
dass ihr Nachbar der Täter ist. Wird sie beharrlich genug sein, um die
Wahrheit aufzudecken?
[Klappentext:www.penguinrandomhouse.de]
Kritik
Peter Swanson ist ein Autor, bei dem ich nicht mehr
den Klappentext lesen muss, um zu wissen, dass er mich wieder begeistern wird.
Mit wenigen Kritikpunkten hat er wieder einen packenden Thriller erschaffen,
der voller Twists war.
Als Hen und ihr Mann, Lloyd, in die Kleinstadt
ziehen, können sie nicht wissen, dass gerade ihr netter Nachbar von nebenan ein
Geheimnis hütet, von dem aber nur Hen etwas weiß. Als Hen sein Geheimnis
lüftet, wird sie als unglaubwürdige Zeugin dargestellt. Doch sie gibt keine
Ruhe, bis nicht die Wahrheit über ihren Nachbarn ans Licht kommt…
Henrietta, auch Hen genannt, machte trotz ihrer
bipolaren Erkrankung einen bestimmenden und starken Eindruck, denn mit der Zeit
merkte man, wie sie die Kontrolle über ihren Geist beherrschte, so dass sie auf
mich nicht paranoid wirkte. Im Gegenteil, ich bewunderte ihre Ruhe und ihren
Mut, der sie jedoch oftmals in Gefahr brachte. In Momenten, in denen niemand
ihr Glauben schenkte, tat sie mir ganz besonders Leid, denn sie wusste nicht,
wie sie andere von der Wahrheit überzeugen konnte. Aufgrund einiger unschöner
Ereignisse aus ihrer Vergangenheit war ihre Glaubwürdigkeit schwer
einzuschätzen.
In einigen Stellen in dem Buch rückte sie weiter in
den Hintergrund und tauchte blass in den Vordergrund. Dies lag an den Nebencharakteren,
die eine große Rolle spielten, denn gemeinsam bildeten sie ein Puzzle, bei dem
sich die Teilchen von Seite zu Seite zusammensetzten.
Neben Hen lernen wir Matthew, den Nachbarn, kennen. Dieser
ist Lehrer auf einer Privatschule, der bei den Schülern beliebt und den anderen
Lehrern angesehen ist. Jedoch hütet er in seinem tiefsten Inneren eine dunkle
Macht, welche durch Hen wieder Macht über ihn ergreift. Jahrelang hat er mit
seinen inneren Dämonen gekämpft, aber die hartnäckige Hen lässt ihm keine Ruhe.
Matthew war ein ausdrucksstarker Charakter, der sowohl
Mitleid als auch Achtung verdiente. Menschen wie er sind mit Vorsicht zu
genießen und genau das hat der Autor sehr gut vermittelt. Im Vergleich zu Hen
konnte man seine Entwicklung ab der ersten Seite sehr gut verfolgen, denn er
machte die größte Veränderung durch.
Peter Swanson konnte mich wieder mit seiner
grandiosen Grundidee begeistern. Im Wesentlichen ist es nichts, was man nicht
schon kennt, dennoch setzte er dies anders um, als man es erwartet hätte. Als
Leser blicken wir in die tiefsten Abgründe der Gedanken eines Täters, den jeder
mögen würde. Die Emotionen wurden sehr intensiv und nicht
gekünstelt vermittelt, so dass ich alles nach empfinden konnte.
Durch die detaillierte Beschreibung der Ereignisse
konnte ich mich ebenso sehr gut im Geschehen wiederfinden. Der Autor beschrieb
alles sehr realistisch und nicht zu weit hergeholt. Aufgrund der vielen Wendepunkte und den Cliffhangern
am Ende von jedem Kapitel war man zum Weiterlesen gezwungen worden.
Dennoch gibt es einen Kritikpunkt, der mich sehr enttäuschte:
das Ende. Der Autor ging zum Ende hin auf ein sehr bestimmtes und sensibles Thema
ein, welches ein großartiger und unvorhersehbarer Wendepunkt war. Jedoch
schnitt er es kurz an und schon war das Buch beendet worden, so als hätte der
Autor nicht weiter auf den Schluss eingehen wollen. Dies war sehr schade, denn
diese Thematik war sogar das Interessanteste an der gesamten Handlung.
Fazit
Ein grandioser Swanson, der mich von der ersten
Seite in seinen Bann zog. Sowohl die Protagonisten als auch das Setting waren
realitätsgetreu. Jedoch hat mich das Ende wahnsinnig enttäuscht.
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| © Lee Kilpatrick |
Der Autor
Peter Swanson studierte am Trinity College, der University of
Massachusetts in Amherst und am Emerson College in Boston und hat
Abschlüsse in kreativem Schreiben, Pädagogik und Literatur. Er
veröffentlichte Kurzgeschichten und Gedichte in zahlreichen namhaften
Magazinen wie The Atlantic. Mit seinem Thriller »Die Gerechte«
gelang ihm ein internationaler Bestseller. Der Roman wurde von der
Presse begeistert besprochen und für einen Ian Fleming Steel Dagger
Award nominiert. Zudem schrieb Swanson weitere spannende Thriller,
zuletzt »Angst sollst du haben«. Er lebt mit seiner Ehefrau in
Somerville, Massachusetts.
Vielen Dank an den Blanvalet -Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars