Sonntag, 19. Januar 2020

[Rezension] The Wife


  • Originaltitel: The Walls
  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (15. April 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442488079
  • ISBN-13: 978-3442488070
  • Link zum Goldmann Verlag [*Klick*] und amazon [*klick*]
Klappentext
 Kristy arbeitet im Todestrakt eines Hochsicherheitsgefängnisses. Kein Traumjob, aber die alleinstehende Mutter muss nicht nur für ihren Sohn, sondern auch für ihren kranken Vater sorgen. Kristys Schicksal scheint sich zu wenden, als sie den charmanten Lance kennenlernt, und er sie bittet, seine Frau zu werden. Kristy sagt überglücklich ja. Doch Lance ist ein perfider Sadist, der seiner Frau das Leben zur Hölle macht. Aber als er auch ihren Sohn und ihren Vater bedroht, geht er zu weit. Kristy hat in ihrem Job viel über Mord und Totschlag gelernt – und sie würde alles tun, um ihre Familie zu schützen. Wirklich alles …


Kritik
Hollie Overton konnte mich trotz des packenden Klappentext zu „Babydoll“ nicht zu 100 % von sich überzeugen, dennoch wollte ich die Autorin weiterhin auf dem Schirm behalten.
Als ich sah, dass ihr zweites Werk erschien ist, musste ich es lesen, denn der Klappentext erinnerte mich an meine liebsten Autorinnen wie Joy Fielding, Sandra Brown oder Gwen Hunter.

Die junge Kristy geht jeden Tag ohne große Motivation in das Hochsicherheitsgefängnis und muss zusehen, wie Straftäter hingerichtet werden. Zudem liegt ihr Aufgabenbereich darin, die Häftlinge durch Interwies bis zu ihrem letzten Tag zu begleiten. Einer unter denen ist der „Kindermörder“ Clifton Harris –der ihr regelmäßig Briefe schreibt.
Neben all dem Übel auf Arbeit muss sie sich noch um ihren schwerkranken Vater kümmern und ihren 14 jährigen Sohn. Als ihr Sohn in einer Schlägerei verwickelt ist, lernt sie den charmanten Lance Dorbon kennen. Dieser beehrt sie nicht nur mit seinen Besuchen, sondern bietet ihnen regelmäßig seine Unterstützung an. So nähern sie sich immer weiter und sie wagen weiteren Schritt. Nach der Hochzeit verändert er sich um 180 Grad und Kristy lernt sein wahres Ich kennen. Jedoch nur Kristy gegenüber, denn in den Augen der Außenstehenden und ihrer Familie ist er der familienfreundliche Lance. Nur Kristy bekommt das Monster in ihm zu Gesicht. Aus Angst vor den Folgen spielt sie die treue und liebevolle Ehefrau. Erst misshandelt und vergewaltigt er sie, bis er ihr mit dem Leben ihrer Liebsten droht. Doch dann überschreitet er jede Grenze, denn Kristy ließ die Gräueltaten über sich ergehen, aber könnte es nie ertragen, wenn er ihrer Familie etwas antun könnte. Da sie von ihrem Job weiß, dass ihr niemand glauben wird, nimmt sie ihr Schicksal selbst in die Hand.

Ich muss zugeben, dieses Buch war einfach große Klasse. Zu Beginn hatte ich so meine Bedenken, doch im Nachhinein verstehe ich, warum die Autorin den Anfang so langsam anging. Denn der Leser soll ebenfalls von Lance um die Finger gewickelt werden. Und genau darauf bin ich auch reingefallen. Ich konnte einfach nicht nachvollziehen, warum Kristy sich Lance gegenüber veränderte. Erst hielt ich sie für krankhaft eifersüchtig, weil er eine Vaterrolle für ihren Sohn einnahm. Doch damit wollte er nur alle auf seine Seite locken und von seinem Charme überzeugen.  

Als Leser begleiten wir zudem Cliftons Weg der Hinrichtung. Dieser erfolgt mit Hilfe der Besuche und unzähliger Briefe an Kristy. Sein Schicksal ist ebenfalls sehr emotional gewesen. Da machte ich mir schon Gedanken über das Thema „Hinrichtung“. 

Die Autorin verzichtete auf die genaue Beschreibung der physischen Misshandlung, sondern zielte genau auf die psychischen Misshandlung und Kontrolle, der Kristy ausgesetzt ist. Die Autorin baut Spannung immer weiter auf. Wenn man denkt, dass sie den Höhepunkt erreicht hat, legt sie noch einmal eine Schippe drauf. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Es war spannend, klug und grausam. Die gesamte Handlung wird so realistisch und bildlich beschrieben, dass man alles vor Augen hat und gleichzeitig den Schmerz von Kristy nachempfinden kann.

Ein besseres und unvorhersehbares Ende hätte man sich nicht ausdenken können. Ich wurde auf die falsche Fährte geführt und am Ende stellte sich vieles anderes heraus. Bis zum Schluss erhoffte ich mir nur das Beste für Kristy und ihrer Familie.

Raffiniert finde ich die Tatsache, dass die Hauptprotagonistin Fälle von Selbstjustiz von Häftlingen vor sich bekommt und dann muss sie selbst durch diese Hölle gehen. Das hätte sie sich nie in ihrem sonst langweiligen Leben ausgemalt. Oft stellt man sich die Frage: Ist Selbstjustiz in Ordnung? Wie würde man in ihre Lage handeln?

Nachdem ich das Buch beendet habe, musste ich lange darüber nachdenken. Zeitweise verschlug es mir den Atem. Gerade, weil die Mutter der Autorin Opfer häuslicher Gewalt war.

https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/B1gbNV3DYkS._SY200_.jpgFazit
Ich könnte noch lange das Buch bis in den Himmeln loben! Dieses Buch muss unbedingt gelesen werden. Es gehört zu meinen liebsten Frauen-Morden-Thrillern.

Die Autorin
 Hollie Overton wuchs zusammen mit ihrer Zwillingsschwester bei ihrer Mutter auf. Erst spät erfuhr sie, dass ihr Vater Mitglied einer kriminellen Gang war und sogar mehrere Jahre wegen Totschlags im Gefängnis saß. Die Erfahrungen ihrer Kindheit und Jugend haben sie stark geprägt und fließen stets auch in ihr Schreiben ein. Hollie Overton lebt in Los Angeles.



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Vielen Dank an den Goldmann-Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars



Mittwoch, 8. Januar 2020

[Rezension] Der unsichtbare Freund

 
  • Originaltitel: Imaginary Friend
  • Gebundene Ausgabe: 912 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (4. November 2019)
  • ISBN-10: 3453272439
  • ISBN-13: 978-3453272439
  •  Link zu amazon [*klick*] und Heyne Verlag [*klick*]

 Klappentext
Die alleinerziehende Kate muss dringend mit ihrem siebenjährigen Sohn Christopher untertauchen. Das beschauliche Örtchen Mill Grove, Pennsylvania, scheint dafür ideal zu sein. Eine Straße führt hinein, eine hinaus. Ringsum liegt dichter Wald. Doch kurz nach ihrem Umzug beginnt der kleine Christopher eine Stimme zu hören. Und merkwürdige Zeichen zu sehen. Zeichen, die ihn in den Wald locken.

Sechs Tage lang bleibt er spurlos verschwunden. Als er wieder auftaucht, kann er sich an nichts erinnern. Aber plötzlich hat er besondere Fähigkeiten. Und einen Auftrag: ein Baumhaus mitten im Wald zu errichten. Wenn er es nicht bis Weihnachten schafft, so die Stimme, wird der ganze Ort untergehen. Ehe sie sichs versehen, befinden sich Christopher, seine Mutter und alle Einwohner von Mill Grove mitten im Kampf zwischen Gut und Böse.
[Klappentext/Grafik: randomhouse.de/HeyneVerlag]

Kritik
Gehyped wird die Geschichte von vielen Fans von Stephen King oder „Stranger Things“. Jedoch kenne ich weder das Eine noch das Andere. Daher konnte ich nicht voreingenommen an das mysteriöse Buch rangehen und mich einfach nur fallen lassen.

Zum Anfang empfand ich die Grundstimmung als durchaus düster und beklemmend. Christopher, ein 7jähriger Junge, der sich von einem Wald angezogen fühlt, obwohl jedes Kind die Gefahren in einem Wald kennen sollte. Zudem ist er nur mit seiner Mutter erst neu in die Kleinstadt gezogen. Wie jede andere Stadt weist die Stadt kaum viele Einwohner, aber im Wald glaubt er die wahren Monster zu begegnen. So beginnt der Kampf um Gut und Böse.

Obwohl das Buch fast 1000 Seiten aufweist, ließ sich es dank des flüssigen und fesselnden  Schreibstils locker leicht lesen. Da die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird, versteht man alle Emotionen und die Gründe für das Handeln der Protagonisten –besonders die Mutter, die in ihrer Vergangenheit einiges über sich ergehen lassen musste. Hinzu kommt, dass die Charaktere sehr bildhaft vom Autor beschrieben wurden.

Leider wurde die Handlung ab Seite 600 so in die Länge gezogen, dass ich mir 200 Seiten weniger wünschte. Schade, zumal sich die Spannung weiter aufgebaut hat und man einfach gefasst weiterlesen musste. Doch mit einem Mal ließ die Spannung nach und ich fragte mich, was mich zum Ende hin erwarten sollte. Es fehlten weitere Überraschungsmomente, die in der ersten Hälfte immer mehr geboten wurden. Nichts desto trotz werde ich mich weiter mit Büchern aus diesem Genre beschäftigen.

 Fazit
Wir begleiten den kleinen Christopher auf seinem Horror-Trip im Kampf gegen das Böse. Eine geniale und fesselnde Geschichte, die zum Ende an Spannung nach ließ. Angefangen ist die Handlung dramatisch, wird dann düster und anschließend angsteinflößend.  Nichts desto trotz kann ich es allen empfehlen, denn diese Art sind Geschmackssache und besitzen viel Potenzial und Diskussionsstoff.

Der Autor

Stephen Chbosky
© Meredith Morris
Stephen Chbosky ist ein vielfach preisgekrönter Autor, Drehbuchschreiber und Regisseur. Sein All-Age-Roman »Das also ist mein Leben« hat sich international millionenfach verkauft. Auch die Verfilmung mit Emma Watson und Logan Lerman war ein großer Erfolg. Nach diversen weiteren Filmprojekten (zuletzt: »Die Schöne und das Biest« und »Wunder«) legt er nun seinen zweiten großen Roman vor. Stephen Chbosky ist aufgewachsen in Pittsburgh und lebt derzeit in Los Angeles.






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Vielen Dank an den Heyne-Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars


Freitag, 3. Januar 2020

[Rezension] No EXIT


  • Originaltitel: No Exit
  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (14. Oktober 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453439791
  • ISBN-13: 978-3453439795
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Klappentext
In den Bergen von Colorado gerät die junge Darby Thorne in einen Schneesturm und sucht Zuflucht in einer Raststätte. Dort trifft sie auf eine Gruppe von Schutzsuchenden. Darby scheint in Sicherheit zu sein. Doch auf dem Parkplatz macht sie eine schreckliche Entdeckung: Im Fond eines Vans sieht sie ein gefesseltes Mädchen. Wie Eiswasser schießt die Erkenntnis durch Darby: Der brutale Täter muss unter den Anwesenden sein. Aber es gibt keine Verbindung nach außen, keine Fluchtmöglichkeit. Darby muss das Mädchen retten – und die Nacht überleben …
[Klappentext/Grafik: randomhouse/heyneverlag] 

 https://m.media-amazon.com/images/S/aplus-media/vc/3b95b558-0dce-43b5-91f6-9b4bdab7be65.__CR0,0,970,300_PT0_SX970_V1___.jpg
Kritik

Das Jahr 2020 mit einem nervenzerreißenden Thriller, der zugleich zur Winterzeit abspielt, ist genau das Richtige. Der interessante Klappentext gab einen kleinen Einblick in die Handlung, doch was sich genau abspielte übertraf dem bei Weitem.

 Ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Binnen 2 Tagen habe ich die Geschichte verschlungen.

Darby Throne, unsere Hauptprotagonistin, ist auf dem Weg zu ihrer krebskranken Mutter. Doch ein Schneesturm zieht ihr einen Strich durch die Rechnung. So bleibt ihr nichts anderes übrig als Flucht in einer Raststätte zu finden, um abzuwarten, bis der Schneesturm sich legt und sie mit ihrem alten Auto weiter fahren kann. Ohne Handyempfang und 10% Akkustand sitzt sie nun in mitten von 4 weiteren Leuten. Als Darby dann im Radio die Nachricht erhält, dass sie 13 Stunden warten müssen, versucht sie mit aller Kraft draußen Empfang zu finden, um ihre Situation ihr Schwester mitzuteilen. Alles ohne Erfolg. Doch dann sieht Darby die Hand eines Kindes in einem Van und zu ihrem Entsetzen ist das Kind in einem Käfig gefangen gehalten.

So beginnt der kalte Albtraum um Leben oder Tod.

Darby ist ein Charakter, mit dem man sich anfreunden muss. Sie ist sehr speziell. Anfangs war sie mir zu unsympathisch, bis uns der Autor nach und nach den Grund für ihre introvertierte und abgekapselte Art nannte. Im Laufe der Handlung zeigte sie sich von einer mutigen Beschützerseite. Für mich handelte sie stets bedacht. Klar, man kann von einer Person, die gerade gejagt wird, nicht erwarten, dass sie sich im Kopf einen Plan ausgemalt habe. Schließlich ist sie eine junge Kunststudentin.

Um nicht zu spoilern möchte ich nicht weiter auf die anderen Protagonisten eingehen. Doch ich kann schon mal vorweg sagen, dass jeder auf seine Art besonders war und ich dem Autor dankbar bin, dass er so unterschiedliche Charaktere erschuf. Ganz besonders ihr Aussehen und ihre Denkweise.

Der Autor hat einen einfachen und mitreißenden Schreibstil. Er packte mich von der ersten Seite und zwischenzeitlich vergas ich das Atmen. Zweitweise musste ich einige Szenen ein zweites Mal lesen, um zu realisieren, was gerade passierte.

Jedes Kapitel endete mit einem Cliffhanger, so dass man unbedingt weiterlesen musste. Es gab keinen Moment, an dem das Buch an Spannung verlor. Viel mehr erfuhr man in ruhigen Momenten mehr über die Protagonisten. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Dementsprechend erfuhr man was sich in den Köpfen der Protagonisten abspielte und was der Grund für ihr Handeln war.

Einen kleinen Kritikpunkt hätte ich: Im Gegensatz zu vielen anderen Lesern, die sich über die nicht wettergerechte Kleidung beschwerten, bemängelte ich viel mehr das Ende.

Das deutsche Cover finde ich bei Weitem besser als das Originale. Da hat der Heyne Verlag hervorragende Arbeit geleistet.

Eine Verfilmung des Buches ist in Planung. Darauf fiebere ich besonders hin. 


Fazit

Eine fesselnde Geschichte, die von Seite zu Seite immer spannungsreicher wurde. So lesereich kann das Jahr weitergehen. 

Der Autor
Taylor Adams
© King 5
 Taylor Adams ist Filmregisseur und Autor. Nach seinem Abschluss an der Eastern Washington University sorgte Adams für erstes Aufsehen, als sein Debütfilm auf dem Seattle True Independent Film Festival gezeigt wurde. Neben seiner Tätigkeit im Film- und Fernsehbusiness arbeitet der Thrillerfan Adams an seiner Karriere als Autor. Mit »No Exit« gelang ihm sein erster internationaler Erfolg, die Verfilmung ist in Vorbereitung. Adams lebt im Bundesstaat Washington. 

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Vielen Dank an den Heyne-Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars




Montag, 18. November 2019

All the Pretty Lies -Liebe mich


  • Originaltitel: All the Pretty Lies
  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (13. März 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453419278
  • ISBN-13: 978-3453419278
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 Klappentext
 Sig Locke ist ein harter Cop. Er lebt für seinen Job, glaubt an Recht und Unrecht. Dazwischen gibt es für ihn nichts. Bis er Tommi kennenlernt. Mit ihren langen Beinen und strahlend grünen Augen erregt sie auf den ersten Blick Sigs Aufmerksamkeit. Doch was Sig nicht weiß: Sie hat ein Geheimnis, das nicht einmal ein Cop aufzudecken vermag.
[Klappentext/Grafik: randomhouse.de]

Kritik

Die ersten beiden Bände konnten mich leider nicht zu 100 % überzeugen, da die Handlung zu vorhersehbar und sehr oberflächlich gehalten wurde. Umso mehr freute ich mich auf den letzten Teil, denn Sig ist der Bruder von Sloane aus dem ersten Band und ich wünschte mir, dass es eine Story zu ihm erscheinen wird.

Der Klappentext klingt nicht viel versprechend. Eher wie viele andere aus dem Genre, in dem die Protagonisten ein Geheimnis hüten. Das Interessante ist dann, welches Geheimnis dahinter steckt und wie es umgesetzt wird.

Sig Locke ist nicht anders wie man ihn schon kannte: locker und voller (unangebrachten) Sprüchen. Trotz der Tatsache, dass er ein Gesetzeshüter ist, fand ihn keineswegs arrogant und selbstverliebt. Als er die Chance, bei den Ermittlungen gegen einen Dealer, teilzunehmen bekommt, ergreift er diese ohne Wenn und Aber. Doch er rechnet nicht damit, Gefühle für dessen Freundin zu entwickeln.

Dann lernen wir Tommi kennen (die einen irreführenden Namen trägt), wirkt zu Anfang sehr in sich gekehrt. Schließlich ist sie die Freundin des meistgesuchten Mafiabosses. Sie wird nicht als ein wunderschöner Stereotyp  beschrieben –was ich als positiv empfand. Dennoch brauchte ich etwas Zeit, um mit ihr warm zu werden. Doch dann schmolz das Eis dahin und man lernte ihr wahres Ich kennen. Sie ist eine junge Frau, die eine hohe Last auf sich zu tragen hat und große Verantwortung übernehmen muss. Tommis Bruder ist krank und ist mit den Gedanken nur bei ihm. Bis sie Sig kennenlernt, der ihr zeigt, was Liebe zeigt.

Der Schreibstil der Autorin war wieder flüssig, dennoch sehr emotional und bildlich gehalten. Ich konnte mich sehr gut in die Lage der Protagonisten –besonders Tommis- hineinversetzen. Zeitweise sollte die Autorin an ihrer Ausdrucksweise arbeiten, denn einige Wörter haben einen gefühlvollen Moment zerstört. Die Autorin mixte zwei Genres und servierte eine spannende Liebesgeschichte. Die Geschichte begeisterte mich von der ersten Seite. 

Fazit:
Mit Abstand das beste Buch von M. Leighton! Prima Umsetzung der Grundidee. 


 Die Autorin
M. Leighton
© M. Leighton / Privat
Michelle Leighton wurde in Ohio geboren und lebt heute im Süden der USA, wo sie den Sommer über am Meer verbringt und im Winter regelmäßig den Schnee vermisst. Leighton verfügt bereits seit ihrer frühen Kindheit über eine lebendige Fantasie und fand erst im Schreiben einen adäquaten Weg, ihren lebhaften Ideen Ausdruck zu verleihen. Sie hat unzählige Romane geschrieben. Derzeit arbeitet sie an weiteren Folgebänden, wobei ihr ständig neue Ideen, aufregende Inhalte und einmalige Figuren für neue Buchprojekte in den Sinn kommen. Lassen sie sich in die faszinierende Welt von Michelle Leighton entführen – eine Welt voller Überraschungen, ausdrucksstarken Charakteren und trickreichen Wendungen.



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