Dienstag, 18. Februar 2014

Die Frau die nie fror

       
  • Originaltitel: North of Boston
  • Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
  • Verlag: Ullstein Hardcover (1. Februar 2014)
  • ISBN-10: 3550080387
  • ISBN-13: 978-3550080388
Inhalt:
Pirio ist eine junge Frau und führt ein scheinbar normales Leben in Boston. Zu ihrer Familie, die nur noch aus dem Vater besteht, hat sie keinen guten Draht. Nach dem Tod ihrer Mutter arbeitet sie in der Parfumfirma. Nebenbei kümmert sie sich um ihre beste Freundin Thomasina und ihrem 10jährigen Sohn Noah.
Als sie beim Hummerfischen aushilft, wird das Schiff angerammt und alle sterben. Außer Pirio. Nachdem niemand diesen Unfall klärt, nimmt Pirio den Fall selbst in die Hand, denn sie weiß, dass etwas mit der Behörde nicht stimmt. Sie ist sich sicher, dass es kein Unfall war.

Kritik:
Elisabeth Elo ist eine Autorin, von der ich zuvor nichts gehört habe. Doch nach diesem Buch, werde ich sie weiter verfolgen. Der Klappentext und die Leseprobe haben mein Interesse sehr geweckt. Zum Glück wurde ich nicht enttäuscht.

Pirio ist für mich eine sehr starke Persönlichkeit. Sie ist eine sehr gute Freundin für Noahs Mutter, die Alkoholikerin ist. Sie ist sympathisch, taff und liebevoll. Ich mochte sie von Anhieb. In der Hinsicht fand ich Thomasina egoistisch, denn sie hat gerne Pirio mit Noah gesehen. Dabei ist Pirio nur die Patentante.

Der Schreibstil war einwandfrei: sarkastisch, flüssig und locker. Ich musste oft zwischendurch schmunzeln. Die Autorin weiß es genauso, wie man den Leser nicht langweilt, sondern immer weiter in den Bann reißt.

Es war ein spannender Thriller, mit einem Hauch von Drama und Öko-Thriller, denn es herrschen viele dramatischen Szenen zwischen Pirio und ihrem Vater oder ihr und Thomasina ebenso spricht die Autorin Umwelt- und Tierthemen an.

Das Cover gefällt mir: Eine Frau, die aus der Vogelperspektive dargestellt wird. Wenn man über das Buch fasst, fühlt es sich an, als würde man den Schnee berühren. Zugleich schimmert es im Licht.

Fazit:
Ein Top-Debüt-Roman von Elisabeth Elo, den man gelesen haben muss. Ich kann es nur weiterempfehlen. Hohes Tempo und keine Langeweile wird versprochen und es ist auch eingehalten worden.
Die Autorin:
Elisabeth Elo, Jahrgang 1956, wuchs in Boston auf und besuchte die renommierte Brown University. Bevor sie an der Brandei Univeristy in amerikanischer Literatur promovierte, arbeitete Elo unter anderem als Lektorin und Werbetexterin. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Brookline, Massachusetts, und unterrichtet kreatives Schreiben. Sie selbst begann mit dem Schreiben aus einer Experimentierlaune heraus. Zu lange hatte sie sich als Leserin eine gut geschriebene und kluge Geschichte gewünscht, in deren Mittelpunkt eine eigenwillige Frau steht.

Vielen Dank an den Ullstein- Verlag für die Bereitstellung dieses               Rezensionsexemplars!  

Mittwoch, 5. Februar 2014

Phobia

  • Originaltitel: Phobia
  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (9. September 2013)
  • ISBN-10: 3453267338
  • ISBN-13: 978-3453267336

Inhalt:
Sarah Bridgewater führt mit ihrem Sohn, ihrem gut aussehenden und berühmten Ehemann und in einem wohlhabenden Wohnort ein traumhaftes Leben. Doch eines Tages taucht nicht ihr Mann in der Küche auf, sondern ein narbiger Mann. Zu Sarahs Entsetzten trägt der Mann den Anzug von ihrem Mann Stephen und hält sich für ihn. So jagt er ihr und dem Sohn Harvey Angst ein. Als sie es schafft, zu fliehen und die Polizei zu alarmieren, hat er längst das Weite gesucht. Zu ihrer Enttäuschung zweifelt die Polizei an ihrer Aussage und ihrer Angst um den "richtigen" Stephen. So sucht sie Hilfe bei ihrem alten Freund Mark.

Auf der anderen Seite kommt Mark Behrendt wieder in die Stadt, weil sein Doctorvater Selbstmord begangen hat. Plötzlich trifft er auf seine ehemalige beste Freundin Sarah, die ihn weinend um Hilfe bittet. Doch er muss sie enttäuschen, denn er ist nach dem Tod seiner Freundin nicht mehr der, der er einmal war. So versucht Sarah allein die Wahrheit ans Licht bringen und ihren Mann lebend zu finden.

Kritik:
Wieder einmal hat Wulf Dorn bewiesen, wie man mit der Psyche des Menschen spielt und ihn in die Irre führt. Von der ersten Seite an hat mich der Autor in seinen Bann gerissen. 
Es war mitreißend und spannend, mit zu verfolgen, wie Sarah versucht, der Polizei und allen anderen zu beweisen, dass dieser narbige Mann nicht ihr Mann ist, sondern der Entführer von Stephen ist. Mit einem alkoholsüchtigen Vater und einer Mutter, die ihr keine Beachtung schenkt, hatte sie es nicht leicht gehabt. Mit dem gut verdienten Mann an ihrer Seite und ihrem gesunden 6jährigen Sohn lebt Sarah so, wie sich jede Frau wünscht. Diese heile Welt bricht zusammen, als dieser Mann in ihrer Küche auftaucht und sich für Stephen ausgibt. 
Der Mann ist geschickt. Er hat seinen Plan aufs Detail geplant und macht keinen Fehler. Er weiß, wie er Sarah verwirrt und dass niemand ihr glaubt. So hat Sarah mir schon sehr leid getan. 
Mark, der Psychiater und Trauma-Experte ist, hat auf mich einen sehr verzweifelten Eindruck gemacht. Der Tod seiner Freundin hat ihn soweit mitgenommen, dass er sogar seinen Job hin geschmissen hat, weil er sich sicher ist, dass er anderen menschen nicht helfen kann, wenn es ihm selbst nicht gut geht. So lässt er sich komplett gehen und weiß nichts mit sich anzufangen. So finde ich es schön, dass die beiden aufeinander treffen.

Ich habe es sehr gemerkt, dass Herr Dorn durch seine 20jährige Erfahrung in einer Psychiatrie viel mitgenommen hat und dadurch einwandfreie Arbeit geleistet hat. 

Der Titel passt sehr gut zu dem Buch. Sowhl Sarah als auch Mark leiden an Phobien. Sie haben vor Dingen und manchmal in Momenten angst, die keiner versteht -nicht mal ein Psychiater.
Das Cover ist angsteinflößend und verspricht so einiges. Es gefällt mir sehr.

Fazit:
Bilder von Wulf DornEin spannender Thriller vom deutschen Meister Psyche. Er hat ein Werk erschaffen, das aufs Blutvergießen verzichtet, sondern um die tiefsten Abgründe der menschlichen Psyche handelt. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und bin mir sicher, dass andere Leser es auch nicht können werden.

Der Autor:
Wulf Dorn, Jahrgang 1969, liebt gute Geschichten, Katzen und das Reisen. Er war zwanzig Jahre in einer psychiatrischen Klinik tätig, ehe er sich ganz dem Schreiben widmete. Für seine Kurzgeschichten, die in zahlreichen Anthologien und Zeitschriften erschienen, wurde er mehrfach ausgezeichnet. Mit seinem 2009 erschienenen Debütroman »Trigger« gelang ihm ein internationaler Bestseller. Auch seine weiteren Romane erreichten Bestsellerstatus und sind inzwischen in zahlreiche Sprachen übersetzt.


     

Vielen Dank an den Heyne- Verlag für die Bereitstellung dieses               Rezensionsexemplars!  

Ashes -Pechschwarzer Mond

 
  • Originaltitel: Monsters
  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: Egmont INK; Auflage: 1 (12. September 2013)
  • ISBN-10: 3863960637
  • ISBN-13: 978-3863960636
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Inhalt:
Die Welt, die wir kannten, existiert nicht mehr. Ein entsetzlicher Anschlag hat alles verändert. Nur wenige Städte sind verschont geblieben, hinter deren Schutzwällen nun zweifelhafte Rädelsführer ihr Unwesen treiben. Die unheilbringenden Anhänger der Stadt Rule sind unter den angrenzenden Gemeinden berühmt-berüchtigt, und man rüstet sich zum Krieg gegen sie. Alex und ihre Freunde geraten zwischen die Fronten von machtgierigen Anführern, einer gefährlichen Miliz und einer Horde von menschenfressenden Bestien – jenen Jugendlichen, die sich seit der Katastrophe verwandeln und zur tödlichen Gefahr geworden sind. Die letzte Schlacht ums nackte Überleben hat begonnen. Doch lohnt sich ein Kampf für ein Leben in dieser totgeweihten Welt überhaupt noch? Wenn nur noch eins zählt: Er oder ich?
(amazon.de)

Kritik:
Mit dem letzten Teil der Ashes-Reihe hat die Autorin Ilsa J. Bick noch einen drauf gegeben. Und das im positiven Sinn. Die Szenen waren brutaler als in den Bänden zuvor und die Characktere ausdrucksstarker.
In diesem Band tauchen sehr viele Charaktere auf, die mich ab und zu verunsicherten, wo ich mich manchmal fragte, wie kommt die Person an diesen Ort? Doch mit der Zeit habe ich den Faden nicht mehr verloren und wusste, wer mit wem in Verbindung stand.
Alex und Chris befinden sich an unterschiedlichen Orten und durch die Cliffhänger am Kapitelende möchte man unbedingt wissen, wie es mit den weiter geht. Denn alle Charaktere treffen zum Ende hin aufeinander.
Mit dem frischen und jugendlichen Schreibstil, im Präteritum, hat die Autorin das Buch zu einem Werk erschaffen, das man ohne Probleme lesen kann. Sie beschreibt Momente so realistisch, in denen man sich vorkommt, als wäre man gerade mitten im Geschehen.
Das Buch war spannungsgeladen. Es fing schon mit der ersten Seite mit grausamer Brutalität an, als Chris Lena vorfindet, die völlig ausgehungert da liegt.
Das Cover sieht wunderschön aus, obwohl es eigentlich nichts neues darstellt. Aber die Atmosphäre ist ein Hingucker und verspricht so einiges.

Fazit:
Obwohl die Autorin zum Ende hin meine Fragen nicht komplett beantwortet hatte, fand ich mich damit zufrieden. Ein spannendes Finale. Es ist ein Werk für nicht schwache Nerven, denn die vielen brutalen Szenen an Tieren und Menschen gehen bis unter die Haut. Dennoch hat mich Ashes -trotz den vielen Protagonisten- von der ersten Seite in seinen Bann gerissen. Es ist ein unvergessliches Werk, was jeder gelesen haben muss.
Wenn es verfilmt werden sollte, bin ich eine der ersten Zuschauer.

Die Autorin:
Ilsa J. Bick ist eine amerikanische Schriftstellerin, die vor ihrer erfolgreichen Schriftstellerkarriere als Psychaterin gearbeitet hat. Für die Reihen Battletech, Startrek und Mechwarrior verfasste sie eine ganze Reihe Romane. Schon ihr erster Roman war ein Bestseller (Startrek: Well of Souls). Seit 2010 verfasste Ilsa J. Bick zahlreiche Young-Adult-Romane. Auch hier war sie schnell erfolgreich. Ihr erster (Draw the Dark) gewann den Winchester Fiction Award.
Zur Zeit lebt die Autorin in Wisconsin.

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Vielen Dank an den Egmont INK-Verlag  für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars    

Samstag, 18. Januar 2014

Sein letztes Opfer

 
  • Originaltitel: The Last Kiss Goodbye
  • Broschiert: 332 Seiten
  • Verlag: Mira Taschenbuch im Cora Verlag; Auflage: 1., Aufl. (Januar 2014)
  • ISBN-10: 3862788504
  • ISBN-13: 978-3862788507

Inhalt:
Was macht einen Menschen zum Serienmörder? Und wie weit kann man ihm dann trauen? Diese Fragen stellt sich Psychiaterin Charlie Stone, als sie neben dem Leichnam von Michael Garland, verurteilt wegen siebenfachem Mordes und bis eben Teilnehmer an ihrer Gesprächsstudie, kniet und mit seinem Geist spricht. Kurz zuvor hat man ihr mitgeteilt, dass der Boardwalk-Killer, dem Charlie einst knapp entkommen war, wieder zugeschlagen hat. Das FBI benötigt Charlie für die Ermittlungen, doch sie weiß nicht, ob sie noch einmal den Schmerz und die Angst von damals durchleben kann. Da bietet ihr der Geist des jüngst verstorbenen Michael Garland seine Hilfe an. Kann sie ihm vertrauen oder wird sie sein letztes Opfer werden?
(amazon.de)

Kritik:
Karen Robards ist eine Autorin die ich frisch kennen gelernt habe. Mit diesem Buch hat sie mich gleich überzeugen können, weitere Werke von ihr zu lesen. Es ist nicht nur ein Thriller, sondern enthält auch eine kleine Liebesgeschichte, um die es nicht so groß geht. Die Liebesgeschichte gefiel mir sehr, denn es war nicht zu kitschig.
Die Psychiaterin Charlie Stone plagen schon seitdem sie ein junges Mädchen war Geister. Es sind nicht gewöhnliche Geister, sondern Verstorbene, die auf brutalste Weise ermordet wurden. Doch wie hält so eine Frau nur solche schlimmen Dinge aus? Mit dieser Frage habe ich das Buch verschlungen. Charlie ist eine sehr sympathische und liebevolle Person. Als Hauptprotagonistin hat sie es noch mit ihren Brüdern zu tun. Es hat mir sehr gefallen, viel von Charlie zu erfahren und sie durch das Buch zu begleiten.
Doch dann bittet sie das FBI um Hilfe. Sie wird Zeugin eines Mordes. So kommt sie wieder mit den Geistern und das was damals passiert ist in Kontakt. Diese Geister bestimmen nun wieder über ihren Beruf und ihr gesamtes Umfeld.

So trifft sie auf einen Serienmörder, Michael Garland. Doch ist Michael wirklich ein Mörder? Durch die vielen Dialoge zwischen den beiden wird Charlie sehr unschlüssig und versucht schwer an seine Unschuld zu glauben. Die beiden kommen sich dann viel näher, als sie sich je erhofft hatte, und so kommt es zu den romantischen Szenen. Diese sind aber nur ganz kurz. Danach passiert wieder etwas, woraufhin man als Leser schlucken muss.

Der Schreibstil der Autorin war wunderbar. Sie hat keinen einfach Thriller geschrieben, sondern ein Werk mit paranormaler Fantasie.
Man konnte das Buch in einem Rutsch lesen, obwohl das Thema Geister in so vielen Büchern erwähnt wird und nichts Neues sein sollte. Doch es ist ungewöhnlich, dies in einen spannenden Thriller zu verpacken.

Mir gefällt sowohl das deutsche Cover als auch das Originalcover. Mit dem toten Mädchen auf der Brücke hat das deutsche etwas Unheimliches. Während das andere Cover etwas sinnliches und mysteriöses verspricht.

Fazit:
Ein spannungsgeladenes Buch, mit einer Protagonistin die ein schwieriges Leben zu führen hat. Ich kann das Buch einfach nur weiter empfehlen.

Die Autorin: 
Ihre ersten Schreiberfahrungen machte die New York Times-Bestsellerautorin im historischen Genre. Inzwischen schreibt sie überwiegend Thriller, die die Leser mit Spannung, Erotik und Wortwitz fesseln. Karen Robards lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Louisville, Kentucky.
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 Vielen Dank an  http://3.bp.blogspot.com/_n-nEETyC_PI/TZTdxIyAraI/AAAAAAAAC54/aOThGYTJUMc/logo_mira_taschenbuch.jpg und https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjPTtaxULhnvsPysJqRXWIZ-KeV4Tub5MLHxVMQQu-cfQdzBxaum1A4COcy5o8T4MreHyTEnE4gTksBpV95newDRaefyarPNMDmm9UFF_HRz-GIzzccCCdHeQlNsCiX-OryBf789D3yHV0/s200/logo_frontpage.pngfür die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplar           


Samstag, 28. Dezember 2013

Der Albtraum

 
  • Originaltitel: Cause of Alarm
  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: Mira Taschenbuch im Cora Verlag; Auflage: 1., Auflage (August 2011)
  • ISBN-10: 3899418743
  • ISBN-13: 978-3899418743
Inhalt:
Julianna ist Schwanger und auf der Flucht vor John. John Powers, auffallende Auge und ehemaliger Agent der Agency, ist ein eiskalter der Mörder, der es schafft, ohne Spuren zu hinterlassen, ein Blutbad anzurichten.
Kate Ryan, wunderschön und Besitzerin eines Cafes, ist mit dem berühmten Anwalt Richard Ryan verheiratet. Da sie keine Kinder zeugen können, beschließen sie ein Kind zu adoptieren. Als Julianna beschließt ihr Kind zur Adoption freizugeben, statt es von John umzubringen, bekam sie Akten von der Agentur -eine davon ist von Kate und Richard. Sie verliebt sich in Richard und plant mit allen Mitteln seine Nähe, um den Platz von Kate einzunehmen.
Dabei merkt Julianna nicht, dass sie mit Johns Jagd nach ihr sogar Kate und ihre Liebsten in Gefahr bringt.

Kritik:
Erica Spindler hat mich wieder aufs Neuste begeistert. Von der ersten Seite hat sie mich mit ihrem spannungsgeladenen Werk in seinen Bann gerissen und mich gepackt. Sobald ich das Buch zur Seite gelegt habe, wollte ich wissen wie es weiter geht. Mit atemberaubenden Charakteren und einer genialen Story aus Eifersucht, krankhafte Begierde und viel Emotionen erschuf sie ein wundervolles Werk

Der schlichte Schreibstil war leicht verständlich und flüssig. Die Autorin hat gar nicht um den heißen Brei geredet, sondern ist gleich zum Punkt gekommen. Die Handlung hat sie so realistisch wie möglich geschrieben, als wäre man dabei. Ich hatte das Gefühl, ich würde einen Film schauen, denn es passierte so viel. Es drehte sich nicht nur um Julianna, die vor John geflohen ist, sondern um Kind und der Adoption, Luke und seine Gefühle zu Kate, Richard und Juliannas angebliches Verhältnis.

Kate, als Hauptprotagonistin, war eine sehr starke Persönlichkeit. Durch ihr großes Herz und Loyalität mochte ich sie sehr.
Richard mochte ich schon von der ersten Seite nicht. Wie sich dann auch herausstellte, war er mit 35 Jahren noch immer der Junge, bei dem sich die Welt nur um ihn drehte und er alle Aufmerksamkeit haben musste. Das Bewies dann später das Verhältnis zwischen ihm und Julianna, die als seine Sekretärin tätig war.
Julianna konnte ich nur noch bemitleiden. Nur weil sie nie die Liebe von John bekam die sie sich wünschte, macht sie sich an einen wildfremd Mann ran und zerstört somit dessen Ehe. Es beginnt schon damit, dass sie Kate imitiert: Aussehen und Bewegungen.
John ist für mich grandioser Charakter. Er wusste stets wie er sich zu verhalten hatte. Seine einzige Schwäche war Julianna, für die er Unschuldige tötete. Sie war es jedoch nicht wert.
Luke Dallas ist ein ehemaliger Freund von Richard und Kate. Obwohl er, im Gegensatz zu Richard, aus armen Verhältnissen kam, konnte er sich seinen Traum als Autor erfüllen. Er und Richard waren verliebt in Kate. Sie entschied sich für Richard -so zerbrach die Freundschaft. Nach 10 Jahren liebt er noch immer Kate und hilft ihr, dem Baby und Julianna auf der Flucht vor John. Hier merkt Kate so richtig, dass sie vielleicht doch den falschen Mann geheiratet hat.

Fazit:
Erica Spindler ist eine Autorin die weiß, wie sie den Leser in ihren Bann reißen kann. Die Spannung fing klein an und endete explosionsartig. Ein Muss für alle Thriller-Fans. 

Die Autorin:
Nach ihrer erfolgreichen Laufbahn als Malerin entschloss Erica Spindler sich, Autorin zu werden. Wer ihre Romane liest, weiß, dass besonders Psychologie und gesellschaftliche Entwicklungen sie faszinieren. Diese Thematik, gepaart mit scharfem Blick für Liebesbeziehungen, machen ihre Romane zu einem spannenden, emotionalen Leseerlebnis. Mit ihrem Ehemann und zwei Söhnen lebt Erica Spindler vor den Toren von New Orleans.

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Die Wahrheit über Alice

 
  • Originaltitel: Beautiful Malice
  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: rororo (1. Februar 2012)
  • ISBN-10: 3499255073
  • ISBN-13: 978-3499255076
Inhalt:
Als Außenseiterin hütet die 17 jährige Katherine ein großes Geheimnis, das niemand erfahren darf. Doch dann wird sie ausgerechnet von der beliebten Alice zu ihrer Party eingeladen und später sind sie beste Freundinnen. In Alice sieht Katherine eine Seelenverwandte und vertraut ihr ihr Geheimnis an. Mit der Zeit merkt Katherine, das etwas mit Alice nicht stimmt. Als sie sich von ihr abwenden möchte, ist es schon längst zu spät...

Kritik:
Um dieses Buch wurde ein großes Hype gemacht. Der Klappentext hatte ebenso viel versprochen, sodass ich es lesen musste. Leider hat es mich sehr enttäuscht. 

Die Handlung wurde so sehr in die Länge gezogen, das man einiges überspringen konnte. Der Schreibstil war im Stil der heutigen Jugend. Man verstand alles sehr gut. 
Alice hatte auf mich einen nervigen Eindruck und Katherine einen sehr naiven und ängstlichen Eindruck. Katherine musste doch wissen, dass sie so ein Geheimnis nicht einfach einem Mädchen anvertrauen sollte, das sie erst neu kennengelernt hat. Robbie, der "Freund" von Alice, ließ sich ständig von ihr ausnutzen, obwohl er wusste wie krank Alice im Kopf ist. Sie kann nämlich Menschen, ohne auf deren Gefühle zu achten, seelisch verletzten. Obwohl Katherine das einmal selbst miterlebt hat, ist sie weiterhin mit ihr befreundet.

Das einzige positive an dem Buch war der Schluss und was aus Alice wurde. Dies war aber auch nur das einzige, wo ich schlucken musste. So habe ich wenigstens verstanden, warum das Buch "Die Wahrheit über Alice" heißt. Sie ist trotz ihrem krankhaften Charakter mit einem Ziel vorangegangen. Dieses Ziel ist nämlich Katherine, dessen Leben sie zur Hölle macht. 
Das Cover sieht wunderschön aus. Es stellt Alice dar, denn sie ist blond.

Kritik:
Eine sehr langatmige Story, die mich sehr enttäuschte, da der Klappentext mich in seinen Bann riss und mich dazu anregte, dieses Buch zu lesen. 


Die Autorin:
Rebecca James, geboren 1970, hatte beruflich nie viel Glück. Sie brach das Studium ab, arbeitete als Kellnerin und Angestellte einer Telefongesellschaft, reiste um die Welt und ließ sich schließlich mit ihrem Mann an der australischen Ostküste nieder. Sie bekam vier Söhne und schrieb in ihrer spärlichen Freizeit, fand aber lange keinen Verlag für ihre Bücher. Erst 2009 gelang der Durchbruch, "Die Wahrheit über Alice" wurde ein großer Verkaufserfolg. "Angst im Dunkeln" ist ihr zweiter Roman

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Montag, 9. Dezember 2013

Fida

  • Originaltitel: Fida
  • Broschiert: 187 Seiten
  • Verlag: Luzifer (1. Juli 2013)
  • ISBN-10: 3943408183
  • ISBN-13: 978-3943408188

Inhalt:
Es ist schon ein Jahr her, als Tatjanas Tochter Laura zuletzt in der Stadtbücherei gesehen wurde. Die Polizei nimmt einen Verdächtigen fest, bis der seine Unschuld beweisen kann und sich das Leben nimmt. Tatjana ist fest davon entschlossen, dass Laura entführt wurde und begibt sich selbst auf die Suche. Dabei merkt sie nicht, dass sogar ihre Beziehung zu Scheitern beginnt. 

Auf der anderen Seite führt Tom ein sorgenfreies Leben: Er ist attraktiv, hatte seine schöne Kindheit in vollen Zügen genossen, das Haus von seinen Eltern geerbt und einen guten Job. Doch er hatte immer nur einen Wunsch gehabt, den ihm niemand erfüllte: einen Hund. Sein Vater, der nun im Pflegeheim ist, hielt seinen Sohn für einen kleinen Sadisten und kaufte ihm keinen Hund, nachdem er zwei Tiere auf brutalste Weise quälte. Nun hat er sich einen angeschafft. Bei jedem Besuch im Pflegeheim erzählt er seinem Vater von seiner Hündin "Fida" und was er mit ihr anstellt. 
Seine Fida ist seit einem Jahr in dem kleinen Keller eingesperrt...

Kritik:
Bei diesem Buch von Stefanie Maucher fehlen mir einfach die Worte! Nach Cody Mcfadyens "Der Menschenmacher" habe ich nie damit gerechnet noch in diesem Jahr so ein ähnliches Werk zu lesen. Es ist ein Thriller mit dem Hauptthema Missbrauch an Kinder. 
Es fängt damit an, dass Tatjana verzweifelt auf jeden Beweis, der ihr ihre Tochter zurückholen könnte, hofft. Obwohl jeder an Lauras Rückkehrt zweifelt, versucht sie nicht aufzugeben. Das macht die Mutter für mich zu einer starken Persönlichkeit, denn sie hat nicht nur ihre Tochter verloren, sondern die Stütze in ihrem Leben. 
Die Figur Tom wurde grandios erschaffen: bösartig, gefühlslos, herzlos und pervers. Seine krankhaften Fantasien, die er schon als Kind auslebte, muss Laura über sich ergehen lassen. Im Kindesalter fing er schon damit an, seine Mitschüler zu quälen und Tiere zu töten. Seine Eltern sahen immer weg. Nun gibt Tom seinem Vater die Schuld, hätte dieser ihm einen Hund gekauft, würde er heute Laura nicht bei sich haben:

"Ich habe nun ein neues Haustier, Vater. Eins, das ich mir schon lange gewünscht habe. Sie heißt Fida, ist noch ganz jung und hat noch ein wenig Erziehung nötig. Fida würde dir gefallen, Vater"

Er hat es sich krankhaft ausgewählt, seinem Vater die letzten Tage im Pflegeheim zur Hölle zu machen und mutiert zum "Teufel im menschlichen Körper". Die entscheidende Rolle spielt Laura, die eingesperrt und missbraucht wurde. Stefanie Maucher hat es ohne viele Worte geschafft, Lauras Psyche zu zerstören und dem Leser die Lage eines 14-jährigen Mädchens in der Hand eines Psychopathen realistisch darzustellen. Die Dialoge zwischen den Protagonisten waren zwischendurch so extrem, dass sie mir Gänsehaut bereiteten. 

Mit dem einfachen Schreibstil, ließ sich das Werk sehr gut lesen. Die Autorin hat nicht  drumherum geredet, sondern ist oftmals zum Punkt gekommen. Frau Maucher schaffte es, dass das Leid von Laura einem das Herz zerriss und man Tom hasste. Nach dem ersten Kapitel hatte mich dieses Werk in seinen Bann gerissen und ich konnte es nicht aus der Hand legen. Es gibt keine Kritikpunkte auszusetzen.
Wichtig ist, dass man das Datum nicht übersieht, denn es spielt bis zum Ende hin eine bedeutende Rolle. 

Fazit:
Bilder von Stefanie MaucherIch habe dieses "wundervolle" Werk in einem Rutsch verschlungen. Die Handlung, die Charaktere und der Schreibstil sind sehr gut bestimmt. Großes Respekt an Stefanie Maucher, die es geschafft hat, so ein grausames Thema ohne viele Worte anzusprechen.
  Es ist mein Jahres-Highlight 2013. 

Die Autorin:
Stefanie Maucher wurde 1976 in Stuttgart geboren und lebt seit neuestem in Leipzig. Als situationsangepasste Lebenskünstlerin sammelte sie Erfahrung in verschiedenen Berufszweigen und widmet sich nun ihrem heimlichen Kindheitstraum, dem Schreiben spannender Geschichten. 

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Vielen Dank an den Luzifer-Verlag  und Stefanie Maucher für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.